Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gibt etwas nach / Erste Group nach Zahlen im Plus - AT&S brechen wieder ein - Analystenstudien zu OMV und Do&Co
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Steigende Ölpreise und schwache Vorgaben der internationalen Technologiewerte haben den Wiener Aktienmarkt am Freitag belastet. Auch gut aufgenommene Quartalszahlen des größten ATX-Unternehmens konnten das nicht ausgleichen. Somit fiel der österreichische Leitindex in der ersten Handelsstunde um 0,40 Prozent auf 6.449,33 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,37 Prozent auf 3.165,98 Zähler hinab. Das europäische Umfeld entwickelte sich uneinheitlich.
Konjunkturseitig richten sich die Blicke nach den geldpolitischen Entscheidungen in den Vortagen nun auf deutsche und europäische Wachstums- und Inflationszahlen. Bereits in der Früh hatten etwa die Daten für Frankreich gezeigt, dass das Land im europäischen Vergleich weiter zurückfällt.
Erste Group trotzten einem schwächeren europäischen Branchentrend und gewannen 1,7 Prozent. Damit konnten sich die Titel etwas weiter von dem vergangene Woche erreichten Mehrmonatstief absetzen. Die Bank hatte mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Konsenserwartungen übertroffen und zudem für das Geschäft exklusive Polen den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht.
So lag der Nettogewinn von 1,121 Mrd. Euro im Drittquartal vier Prozent über der selbst erhobenen Konsensschätzung. Grund war vor allem das starke Zinsgeschäft. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozent, die Zinsmarge verbesserte sich. Die Risikokosten lagen im Rahmen der Erwartungen. Barclays-Analyst Krishnendra Dubey sprach in einer ersten Reaktion von einem "soliden" Quartal mit einem starken operativen Ergebnis.
Als wichtig hob Dubey die angehobene Prognose hervor. Beim Zinsüberschuss werden ohne die polnische Tochter mehr als sechs Prozent Wachstum erwartet (zuvor rund fünf Prozent), beim Provisionsüberschuss rund zehn Prozent (zuvor sieben bis neun Prozent). Das Ziel für die Kosten-Ertrags-Relation wurde auf unter 46 Prozent verbessert.
Dagegen sackten AT&S-Aktien fast 14 Prozent ab. Am Vorabend hatten nach US-Börsenschluss die vielbeachteten Technologiekonzerne Amazon und Intel mit ihren Quartalszahlen enttäuscht. Dies schürte am Markt einmal mehr Zweifel an den Renditen von Investitionen in Künstliche Intelligenz.
OMV kletterten um weitere 2,3 Prozent hoch und markierten ein neues Rekordhoch. Hier hoben Analysten in Reaktion auf die Vortags vorgelegten Zahlen ihre Kursziele an. Die kanadische Bank RBC erhöhte ihr Kursziel für die Titel des Ölkonzerns von 70 auf 75 Euro, beließ die Empfehlung jedoch auf "Sector Perform". Die Schweizer UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung bei einem leicht angehobenen Kursziel von 79 Euro.
Do&Co stiegen um 1,5 Prozent auf 209,50 Euro. Hier nahm die UBS die Coverage mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 230 Euro auf.
spa/ger
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