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Prüfer sehen Schwachstellen bei Finanzen von EU-Agenturen

Bei mehr als der Hälfte der EU-Agenturen hat der Europäische Rechnungshof 2025 Schwachstellen im Umgang mit ihren Finanzen festgestellt. Die Prüfer sahen ihrem Bericht zufolge bei 28 der insgesamt 43 Agenturen wie Frontex oder der Arzneimittel-Agentur EMA einen Verbesserungsbedarf. "Deshalb brauchen wir unbedingt strenge Kontrollen, um das Geld der Steuerzahler in der EU zu schützen", teilte Petri Sarvamaa vom EU-Rechnungshof in Luxemburg mit. Insgesamt hätten die Agenturen ihre Finanzen überwiegend gut verwaltet.

Öffentliche Aufträge bleiben Problem

Wie schon in früheren Jahren waren öffentliche Ausschreibungen laut Rechnungshof die größte Fehlerquelle. Dabei ging es sowohl um die Vergabeverfahren selbst als auch um die Abwicklung von Aufträgen. Weitere Beanstandungen betrafen unter anderem Finanzhilfen und Personalfragen.

42 der 43 Agenturen bescheinigte der Rechnungshof eine zuverlässige Rechnungsführung. Einzige Ausnahme war das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT), das unter anderem die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen fördert. Aus Sicht der Prüfer hätte das EIT in seiner Jahresrechnung etwa stärker berücksichtigen müssen, dass es Forderungen in Millionenhöhe möglicherweise nicht vollständig zurückbekommt.

Budget wächst auf 5,9 Milliarden Euro

Die 43 Agenturen haben ihren Sitz in 23 EU-Staaten und beschäftigten Ende 2025 mehr als 17.000 Menschen. Sie übernehmen technische, wissenschaftliche, regulatorische oder operative Aufgaben - etwa beim Grenzschutz, bei Arzneimitteln oder der Lebensmittelsicherheit.

Ihre Haushalte beliefen sich 2025 insgesamt auf 5,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 5,3 Milliarden Euro. Damit entfielen in beiden Jahren rund vier Prozent des gesamten EU-Haushalts auf die Agenturen./bro/DP/jha

AXC0312 2026-10-29/17:31

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