, APA

Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach EZB moderat im Plus / EZB hält Zinsen wie erwartet stabil - OMV nach Zahlen gefragt, Andritz geben leicht nach

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit moderaten Zuwächsen an die positiven Vortage angeknüpft. Kaum Impulse brachte die erwartungsgemäße Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihren Zinskorridor unverändert zu lassen. Unterstützung lieferten tendenziell leichte Rückgänge der Öl- und Gaspreise sowie eine positive Reaktion der OMV-Aktien auf den Quartalsbericht des Ölkonzerns.

Am Nachmittag notierte der ATX um 0,47 Prozent höher auf 6.470,17 Punkten. Für den ATX Prime ging es um 0,41 Prozent auf 3.175,72 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld gab es überwiegend Gewinne.

Wie bereits die US-Notenbank am Vorabend tastete die EZB am Berichtstag ihre Schlüsselzinssätze nicht an. Der Einlagenzinssatz bleibt demnach bei 2,50 Prozent. Nun sind die Blicke auf die derzeit laufende Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde gerichtet.

Verhaltene Vorgaben lieferten einmal mehr die internationalen Technologiewerte. Enttäuschende Ergebnisse von Alphabet und Samsung hätten die Zweifel an den Renditen von Investitionen in Künstliche Intelligenz neu entfacht, schrieben dazu die Marktstrategen der Deutschen Bank. In Wien gaben mit OMV und Andritz zwei wichtige ATX-Unternehmen Einblick in ihre Bücher.

Dank höherer Öl- und Gaspreise sowie gestiegener Raffineriemargen am Weltmarkt hat die OMV Gewinn und Umsatz im dritten Quartal deutlich gesteigert. Nettoergebnis und Cashflow vor Working Capital übertrafen dabei die Konsenserwartungen. Einen Schönheitsfehler sahen Analysten im enttäuschenden Ergebnis der Chemiesparte. Die OMV-Aktien legten dennoch 1,5 Prozent zu.

Andritz steigerte sowohl Umsatz als auch Gewinn im dritten Quartal. Jedoch verfehlte der Auftragseingang die Analystenerwartungen, worauf die Titel um 0,4 Prozent fielen. Daniel Lion von der Erste Group attestierte dem Anlagenbauer ein "insgesamt solides Quartal" und erwartet weitere Verbesserungen bei der Rentabilität. Mit Blick auf die Bewertung sei das Aufholpotenzial im Vergleich zu den Mitbewerbern aber erschöpft.

Inzwischen hat der Aluminiumkonzern AMAG (Austria Metall AG) in den ersten drei Quartalen Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. Erste-Experte Michael Marschallinger sah in den endgültigen Ergebnissen keine größeren Überraschungen. Die Aktien verloren ein Prozent.

spa/sto

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.