Teils höhere Absatzpreise und das laufende
Kostenprogramm haben Wacker Chemie im Sommerquartal
angetrieben. Viele europäische Chemieunternehmen profitieren aktuell
von höheren Preisen, die sie mit ihren Produkten erzielen, da die
Konkurrenz aus Asien viel stärker unter den Folgen des Kriegs
zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten leidet. Der belastet
vor allem die Lieferungen von Öl und Erdgas als Rohstoffe der
Branche nach Asien. Die Jahresziele für Umsatz und operativen Gewinn
bestätigte Wacker Chemie. Die Nettoverschuldung soll indes niedriger
ausfallen als bisher gedacht, auch wegen der Einnahmen aus dem
Verkauf von Aktien der Beteiligung Siltronic .
Bei einem Umsatzwachstum von gut 9 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro
verdoppelte der im MDax notierte Konzern den Gewinn
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im dritten Quartal
im Jahresvergleich nahezu auf rund 217 Millionen Euro. Unter dem
Strich blieben 87 Millionen Euro hängen, nachdem vor einem Jahr noch
ein Nettoverlust von 82 Millionen Euro aufgelaufen war. Das starke
Wachstum des operativen Gewinns sei in erster Linie auf das
Effizienzprogramm zurückzuführen, das seit rund einem Jahr läuft und
ab 2028 eine Jahresersparnis von über 300 Millionen Euro bringen
soll./mis/zb