ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax auf Erholungskurs - KI-Optimismus nimmt zu
Gestützt auf wieder optimistische Aussichten
für Künstliche Intelligenz (KI) hat der Dax seinen
jüngsten Erholungskurs am Mittwoch fortgesetzt. Der deutsche
Leitindex hatte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit fünf Wochen
erreicht und gewann am Ende 0,44 Prozent auf 25.704,02 Punkte. Für
den MDax der mittelgroßen Unternehmen aber ging es um
0,23 Prozent auf 30.425,40 Zähler abwärts.
Angesichts der wiedergewonnenen Zuversicht, dass sich die
KI-Investitionen auszahlen werden, kehrten Anleger wieder zu
Technologieaktien zurück, hieß es aus dem Handel. Dazu trugen
unerwartet starke Quartalszahlen des weltweit zweitgrößten
Herstellers von Speicherchips, SK Hynix , aus Südkorea
bei.
Auch mit den Quartalsberichten der US-Technologie-Schwergewichte
Alphabet und Microsoft am
Mittwochabend nach US-Börsenschluss rücke wieder die Frage in den
Vordergrund, "wie viel die Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz
bereits verdienen und wann sich die hohen Ausgaben für Rechenzentren
und Rechenleistung auch im Ergebnis auszahlen", sagte
Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets.
Nach den Geschäftszahlen von Symrise sowie Aussagen
zum Gesamtjahr sackten die Aktien des Herstellers von Duftstoffen
und Aromen als klares Schlusslicht im Dax um mehr als zehn Prozent
ab. Die spezifizierte Zielspanne für die operative Marge deute für
das Schlussquartal 2026 auf ein verlangsamtes Wachstum auf
vergleichbarer Basis hin, kommentierte Analyst Thomas Maul von der
DZ Bank.
Spitzenreiter im Dax waren die Papiere der Deutschen Bank
mit plus vier Prozent. Das Geldhaus hatte einen
weiteren Rekordgewinn verbucht. Damit sei die Bank auf einem guten
Weg, die Ziele für 2026 zu erreichen, bilanzierte Konzernchef
Christian Sewing.
Der Gewinn von Mercedes-Benz stieg im dritten Quartal
deutlich, der Umsatz hingegen fiel etwas. Bereits am Dienstag hatte
der Autobauer sein Gewinnziel für 2026 gesenkt. Neben einem
zunehmend schwierigen Umfeld in China erwartet der Konzern höhere
Kosten im vierten Quartal, unter anderem für Material. Die
Anteilscheine legten am Ende moderat zu, hatten aber am Dienstag
fast 4 Prozent eingebüßt.
Die Quartalszahlen von DWS konnten die Anleger nicht
überzeugen. Die im MDax gelisteten Papiere der Fondsgesellschaft
fielen um 1,7 Prozent. Ertrag und Gewinn waren deutlich weniger
stark gestiegen als Analysten im Schnitt erwartet hatten.
Der Industrie-Recycler Befesa dürfte von dem vom
früheren US-Präsidenten Joe Biden auf den Weg gebrachten Klima- und
Industrieförderprogramm profitieren. An der Börse kam das gut an;
der Aktienkurs zog um fast fünf Prozent an.
Der neue Werkstoffkonzern TK Accelis war mit
deutlichen Gewinnen an der Börse gestartet, schloss dann aber doch
leicht unter dem ersten Kurs auf Xetra. Den Aktienkurs des
Mutterkonzerns Thyssenkrupp belastete die Abspaltung
optisch stark. Mit dem nun vollzogenen Spin-off wurde der Marktwert
des Mutterkonzerns um den Wert des abgespaltenen Accelis-Anteils
bereinigt. Die Aktionäre erhielten für je 20 Thyssenkrupp-Aktien
einen Anteilschein an Accelis.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte
geringfügig auf 6.167,81 Punkte zu. Außerhalb des Euroraums bewegten
sich der Schweizer SMI und der britische FTSE 100
ebenfalls kaum. An der Wall Street gewann der Dow
Jones Industrial zuletzt 0,3 Prozent./la/he