Mehr Durst auf teures Bier spült Heineken Geld in die Kasse / Absatz stieg um 4,8 Prozent, Umsatz um 4,6 Prozent
Der niederländische Brauereikonzern Heineken hat im dritten Quartal dank einer starken Nachfrage nach teureren Marken und alkoholfreien Sorten besser abgeschnitten als erwartet. Der Absatz erhöhte sich organisch um 4,8 Prozent, während der Umsatz um 4,6 Prozent zulegte, wie der Brau-Union-Mutter am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 2,9 Prozent beim Absatz und 3,5 Prozent beim Umsatz gerechnet.
Besonders kräftig sei der Anstieg im Premium-Segment mit 11,5 Prozent ausgefallen. Alle Regionen hätten zum Wachstum beigetragen. Der neue Konzernchef Rafa Oliveira schlug in seiner ersten Stellungnahme seit seinem Amtsantritt in diesem Monat jedoch kritische Töne an. Das Unternehmen sichere sich nicht immer das Wachstum oder gewinne Kunden, wo es dies tun sollte.
"Es gibt mehr zu tun, um die Umsetzung zu schärfen, das Tempo zu erhöhen und eine stärkere Leistungskultur mit mehr Verantwortlichkeit im gesamten Unternehmen aufzubauen", sagte Oliveira. Sein Vorgänger Dolf van den Brink war im Jänner unerwartet zurückgetreten, was Fragen über die künftige Strategie aufgeworfen hatte. Oliveira will im Februar mehr über seine Pläne verraten. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte der weltweit zweitgrößte Bierbrauer nach Anheuser-Busch InBev seine Prognose eines organischen Wachstums des Betriebsgewinns zwischen 2 und 6 Prozent.
kre/moh
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