Wiener Börse (Mittag) - Leitindex ATX legt auf 2,0 Prozent zu / Fallende Ölpreise und Hoffnung auf eine Lösung im Konflikt USA-Iran helfen - AT&S wieder im Hoch mit plus 9,1 Prozent
Die Wiener Börse hat sich am Dienstag weiter stark gezeigt. Der Leitindex ATX stieg zu Mittag um deutliche 2,05 Prozent auf 6.398,03 Punkte. Für den breiteren ATX Prime ging es 1,96 Prozent aufwärts auf 3.141,96 Einheiten. An den europäischen Börsen waren in der Eurozone ebenfalls Aufwärtstendenzen zu beobachten.
Für gute Laune sorgten fallende Ölpreise. Gleichzeitig hofft man wieder auf diplomatische Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Konflikt am Persischen Golf.
Auch von der positiven Tendenz für KI-und Halbleiter-Werte an den US- und Asienbörsen wird Rückenwind erwartet. Der entsprechende Sektor in Europa hat heute bisher um 1,11 Prozent zugelegt. So zeigen sich die Aktien des Halbleiterherstellers AT&S wieder stark und liegen mit einem Zuwachs von 9,1 Prozent an der Spitze des ATX.
"Die Märkte stehen vor einer Woche, die wichtige Weichen für die nächsten Kursbewegungen stellen könnte. Mit den Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft am Mittwoch sowie Amazon am Donnerstag erreicht die Berichtssaison einen Höhepunkt", bemerkte Marktanalyst Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Zudem stünden einige Zinsentscheidungen an: Am Mittwoch jene der US-Notenbank Fed, gefolgt von der EZB am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag.
Analysten der Deutsche Bank Research haben das Kursziel für voestalpine im Vorfeld der Vorstellung der Zahlen für das 2. Quartal bei 63,00 Euro belassen und auch die Kaufempfehlung "Buy" nicht angetastet. Die Experten von Deutsche Bank Research gehen von einem schwächeren Quartal im Vergleich zum Vorquartal aus und prognostizieren ein EBITDA von 353 Mio. Euro im 2. Quartal, was ein Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr wäre. voestalpine notierten heute bisher mit plus 0,52 Prozent bei 42,16 Euro.
Getragen wird heute der ATX von den Bankenschwergewichten. Raiffeisen Bank International gewannen bis 4,4 Prozent, Erste Group 2,5 Prozent und BAWAG, 2,2 Prozent.
In die entgegengesetzte Richtung zogen OMV mit minus 1,9 Prozent. Der europäische Öl- und Gassektor spürt die fallenden Ölpreise und hat heute bisher 0,4 Prozent verloren.
Am Ende des ATX standen die Lenzing-Papiere, die 3,7 Prozent abgeben mussten. Eine gute Performance im ATX Prime zeigten bis dato FACC, die 6,3 Prozent aufbauen konnten.
moe/ger
ISIN AT0000999982