HSBC enttäuscht trotz kräftigem Gewinnanstieg und weiterem Aktienrückkauf
Die britische Großbank HSBC
hat im dritten Quartal vor allem dank hoher
Einmaleffekte deutlich mehr verdient. Der Gewinn vor Steuern sei um
fast ein Drittel auf 9,6 Milliarden US-Dollar (8,6 Mrd Euro)
geklettert, teilte die auf Asien fokussierte Bank am Dienstag in
London und Hongkong mit. Bereinigt um Sonder- und Währungseffekte
legte das Vorsteuerergebnis unter anderem dank der höheren Zinsen um
rund zehn Prozent auf zehn Milliarden Dollar zu. Die Bank kündigte
zudem ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. Die Jahresziele wurden
bestätigt. Am Finanzmarkt wurden die Zahlen und Nachrichten mit
großer Enttäuschung aufgenommen. Analysten hatten sich noch bessere
Ergebnisse erhofft.
An der Börse in Hongkong rutschte der Kurs um sechs Prozent auf
133,60 Hongkong-Dollar ab und baute damit die jüngsten Verluste aus.
Seit dem Rekordhoch im August von knapp 170 Hongkong-Dollar beläuft
sich das Minus inzwischen auf mehr als ein Fünftel. Trotz des
Rückgangs in den vergangenen Wochen liegt die Aktie in Hongkong im
bisherigen Jahresverlauf noch knapp zehn Prozent im Plus. Mit einer
Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 260 Milliarden Euro ist
die HSBC die wertvollste Bank außerhalb Chinas und der Vereinigten
Staaten./zb/tav/stk