Anteilsverkauf treibt Fraport-Gewinn im Sommer nach oben - Kurssprung
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport
hat im Sommer dank eines Anteilsverkaufs mehr
verdient als gedacht. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(Ebitda) blieb im dritten Quartal ein Gewinn von 595 Millionen Euro,
wie das im MDax gelistete Unternehmen überraschend am
Montag mitteilte. Dies sei vier Prozent mehr als von Analysten im
Schnitt erwartet. Dennoch hält Fraport-Chef Stefan Schulte an seinen
Jahreszielen fest. Dazu zählt ein operativer Gewinn (Ebitda) von
über 1,44 Milliarden und bis zu 1,5 Milliarden Euro. Die
Fraport-Aktie sprang nach den Neuigkeiten vom Nachmittag um rund
drei Prozent ins Plus.
Den Sondereffekt im dritten Quartal begründete das Unternehmen mit
dem Verkauf seiner 50-prozentigen Beteiligung an dem
Gesundheitsdienstleister Medical Airport Service GmbH (MAS). Dieser
habe den operativen Gewinn um 24 Millionen Euro nach oben getrieben.
Ohne diesen Sondereffekt hätte der operative Gewinn (Ebitda) die
Analystenerwartung von 574 Millionen Euro knapp verfehlt. Die
endgültigen Zahlen des dritten Quartals will Fraport wie geplant am
4. November veröffentlichen./stw/he