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Wiener Börse - ATX beendet schwache Woche etwas höher / Wochenverlust von gut 4,4 Prozent - Hohe Energiepreise und KI-Sorgen belasten - ATX in technischer Korrektur

Nach dem jüngsten Ausverkauf haben die Investoren am Wiener Aktienmarkt am Freitag weiter Risiken gescheut. "Es wird ungemütlich an den Finanzmärkten", beschrieben die Analysten der Helaba die Situation. "Ein ungutes Gemisch aus geopolitischen Spannungen, dem schier unstillbaren Kapitaldurst im KI-Sektor sowie fortgesetzten Bedenken hinsichtlich Frankreichs Bonität zerrt an den Nerven der Anleger."

Dass Anleger zugunsten defensiver Sektoren umschichteten, hatte auch den zyklisch geprägten ATX stark belastet. Immerhin konnten die zeitweise klaren Verlaufsabgaben in einem Schlussspurt wieder aufgeholt werden, wodurch der österreichische Leitindex 0,10 Prozent höher auf 6.270,26 Punkten in das feiertagsbedingt verlängerte Wochenende ging. Mit einem Verlust von 4,4 Prozent verbuchte er gleichwohl die schwächste Wochenbilanz seit dem Beginn des Irankriegs im März. Er notiert nun auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Juni.

Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,06 Prozent auf 3.081,43 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld gab dagegen zum Wochenausklang weiter nach.

Am Donnerstag war der ATX über viereinhalb Prozent abgerutscht. Vom Rekord-Schlusskurs von mehr als 7.000 Punkten Ende September ist er um über zehn Prozent zurückgefallen. Marktbeobachter sprechen bei einem Rückgang dieser Größenordnung auch aus technischer Sicht von einer Korrektur. Die Analysten der Erste Group verweisen nun auf die steigende 200-Tage-Linie als starke Unterstützungszone. Der Indikator für den langfristigen Trend liegt aktuell bei 6.140 Punkten.

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