ROUNDUP/Aktien New York: Kaum Entlastung vor dem Wochenende
Für die US-Technologiebörse Nasdaq ist am
Freitag nach ihrem jüngsten Kursrutsch kaum Besserung in Sicht.
Angesichts weiter steigender Ölpreise, für die zunehmende Angriffe
der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien
verantwortlich sind, bleiben Anleger vorsichtig.
Der am Vortag um fast 3 Prozent schwächere Tech-Auswahlindex Nasdaq
100 notierte im frühen Freitagshandel prozentual kaum
verändert bei 28.954 Punkten. Der Leitindex Dow Jones Industrial
gab um 1 Prozent auf 52.329 Punkte nach. Für den
marktbreiten S&P 500 ging es um 0,4 Prozent auf 7.630
Punkte nach unten.
Der Dow hat sich im Oktober schon sichtbar von den zwei
vorangegangenen, schwachen Monaten erholt. Dagegen ist der Nasdaq
von seinem früh im Oktober erreichten Rekordhoch deutlich
zurückgefallen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt er aber immer noch
vorn, auch wenn die im Tech-Sektor dominierende KI-Fantasie zuletzt
einige Schrammen davongetragen hat. Die Debatte darüber, ob sich die
immens hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz am Ende
auszahlen werden, bestimmt nach wie vor das Bild.
Diese Wachstumszweifel hatte zuletzt auch Meta zu
spüren bekommen. Die Anleger schickten dessen Aktien am Donnerstag
auf Talfahrt, nachdem der Social-Media- und Technologieriesen im
Rahmen seiner Quartalszahlen die Investitionspläne für
KI-Infrastruktur noch weiter nach oben geschraubt hatte. Vor dem
Wochenende verloren Meta-Aktien weitere 0,8 Prozent.
Bei American Express stand ein Kursrückgang von 1,4
Prozent zu Buche. Der Finanzkonzern hob nach Quartalszahlen sein
Gewinnziel für 2026 an. Analysten hatten mit noch höheren
Kartenumsätzen der Kunden gerechnet.
SpaceX verhandelt Kreisen zufolge mit zumindest einem
großen Anbieter über den Kauf von mindestens 80.000 Mobilfunkmasten
und würde damit in das herkömmliche Mobilfunkgeschäft einsteigen.
Bislang verdient der Raumfahrt- und KI-Konzern von Elon Musk in
diesem Bereich sein Geld mit dem satellitengestützten Internetdienst
Starlink. Eines der Unternehmen, mit denen SpaceX derzeit Gespräche
führt, ist Crown Castle , das zusammen mit American
Tower und der nicht börsennotierten Vertical Bridge
zu den größten Eigentümern von Mobilfunkmasten zählt.
Während Crown Castle und American Tower von den Nachrichten mit plus
11,5 beziehungsweise plus 5,1 Prozent profitierten, wurden Aktien
von Mobilfunkanbietern davon belastet. AT&T , Verizon
und T-Mobile US verloren bis zu 5
Prozent aufgrund der Befürchtungen hinsichtlich der neuen
Konkurrenz. SpaceX notierten mit plus 1,5 Prozent.
Chevron gewannen 2 Prozent und führten den Dow damit
an. Auch seit Jahresbeginn sind die Chevron-Papiere mit einem Plus
von mehr als 50 Prozent der stärkste Wert im US-Leitindex. Der
Energiekonzern profitiert vor allem von den steigenden
Ölpreisen./ajx/he