dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.10.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP/Kreise: BASF geht mit höherer Offerte auf Evonik zu - 24
Euro je Aktie
LONDON - BASF hat laut Insidern im Zuge seiner
Übernahmebemühungen dem Spezialchemiekonzern Evonik
eine höhere Offerte unterbreitet. Der im Dax notierte
Chemiekonzern sei mit einem Preisvorschlag von etwa 24 Euro je Aktie
- oder gut 11 Milliarden Euro in Summe - auf Evonik zugegangen,
erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von mit der Transaktion
vertrauten Personen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg
darüber berichtet. Eine mögliche Erhöhung war von Experten bereits
erwartet worden.
Munich Re hebt nach starkem Quartal Gewinnprognose an
MÜNCHEN - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re
erhöht nach einem starken Geschäftsverlauf im dritten Quartal sein
Gewinnziel für das laufende Jahr. Am Jahresende sollen nun 6,6
Milliarden Euro in den Büchern stehen, wie der
Dax-Konzern überraschend am Freitag in München
mitteilte. Zuvor war der Konzern von 6,3 Milliarden Euro Gewinn
ausgegangen. Im gerade abgelaufenen Quartal schaffte die Munich Re
vorläufigen Zahlen zufolge einen Nettogewinn von rund 1,7 Milliarden
Euro. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 1,5 Milliarden
gerechnet.
ROUNDUP: Lkw-Bauer Volvo kann mit Umsatzplus nicht überzeugen -
Aktie verliert
STOCKHOLM - Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo Group
hat im dritten Quartal spürbar vom Aufschwung auf dem
wichtigen US-Markt profitiert. Der Umsatz kletterte konzernweit um 8
Prozent auf 119,5 Milliarden Kronen (10,7 Mrd Euro), wie der Rivale
von Daimler Truck und der VW-Lkw-Holding
Traton am Freitag in Stockholm
mitteilte. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge
legte von 10,6 Prozent ein Jahr zuvor auf 12,3 Prozent zu. Die Marge
lag etwas höher als von Analysten im Schnitt erwartet, der Umsatz
allerdings niedriger. Auch der gestiegene Auftragseingang traf nicht
jedermanns Geschmack, die Aktie fiel.
ROUNDUP: Autobauer Volvo baut nach Verlust Tausende Stellen ab -
Aktie stürzt ab
GÖTEBORG - Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer
Volvo Cars kappt nach einem desaströsen Quartal mit
einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs. Chef Hakan
Samuelsson streicht weltweit rund 2.500 Stellen, um die jährlichen
Ausgaben um rund 5 Milliarden schwedische Kronen (450 Mio Euro) zu
senken, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte. Mit
2.000 Jobs entfällt die Mehrheit auf Schweden. Einerseits würden
Beraterverträge beendet und natürliche Weggänge genutzt,
andererseits sollen Mitarbeitende Abfindungsangebote erhalten. Im
dritten Quartal rutschte der Autobauer unter anderem wegen der Krise
in China tief in die roten Zahlen. Für die Volvo-Aktie ging es am
Morgen steil abwärts.
Mercedes will Zahl der Leiharbeiter in Deutschland senken
STUTTGART - Mercedes-Benz will laut einem
"Handelsblatt"-Bericht im Zuge seines Sparprogramms die Zahl der
Leiharbeiter in Deutschland reduzieren. Es gehe um "einige Tausend"
Leiharbeiter, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf
Konzernkreise. Eine Mercedes-Sprecherin äußerte sich in Stuttgart
nicht zu den konkreten Plänen. Sie betonte aber, Zeitarbeitnehmer
ergänzten die Stammbelegschaft und ersetzten sie nicht. In den
Fahrzeugwerken Sindelfingen bei Stuttgart, Bremen und dem badischen
Rastatt arbeiten dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge etwa 3.000
Zeitarbeiter.
ROUNDUP: Atoss Software hebt Margenprognose - Umsatz schwächelt
etwas
MÜNCHEN - Der auf Personalmanagement spezialisierte Softwareanbieter
Atoss Software hat im dritten Quartal mehr verdient
als gedacht. Jetzt hebt das Management seinen Margenausblick für das
Gesamtjahr an. So will Atoss beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern
2026 einen Anteil von rund 37 Prozent des Umsatzes erreichen, wie
der SDax-Konzern am Freitag in München mitteilte.
Bisher hatten mindestens 34 Prozent im Plan von Unternehmenschef und
Gründer Andreas Obereder gestanden. Beim Umsatz schwächeln hingegen
die Lizenzerlöse, während die Cloudgeschäfte gut laufen. Beim
Gesamterlös erwartet Atoss daher nun eher das untere Ende der
Prognosespanne von 210 bis 215 Millionen Euro. Die Aktie gab am
Morgen nach.
American Express profitiert von Konsumfreude und Verkauf - Kurs
sinkt
NEW YORK - Der Kreditkartenkonzern American Express
wird angesichts der Kauffreude seiner Kunden optimistischer für das
laufende Jahr. Der Gewinn je Aktie soll nun 18,30 bis 18,60
US-Dollar erreichen, teilte das US-Unternehmen am Freitag in New
York mit. Das sind mindestens 40 Cent mehr als bisher für den
Höchstfall angepeilt. Im dritten Quartal profitierte American
Express zusätzlich vom Verkauf seiner Beteiligung an der Global
Business Travel Group, der gut 750 Millionen Dollar nach Steuern
einbrachte. Die Aktie verlor jedoch im vorbörslichen US-Handel rund
ein Prozent.
IG Metall stellt VW Ultimatum - und droht mit Arbeitskampf
HANNOVER/WOLFSBURG - Im Ringen um härtere Sparmaßnahmen bei VW
erhöht die IG Metall den Druck - und setzt dem
Vorstand ein Ultimatum. Die Gewerkschaft verlangt, die Kündigung
einer Reihe von Tarifverträgen bis Ende Oktober rückgängig zu
machen. "Eine Kündigung, die man übermittelt hat, kann man auch
zurücknehmen", sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter
Thorsten Gröger in Hannover. Falls das nicht geschehe, warnte er,
rolle "eine gewaltige Maschinerie", die den Arbeitskampf bei
Volkswagen vorbereite. "Wir suchen den Konflikt
nicht, aber wir sind vorbereitet."
ROUNDUP: Vinci steigert Umsatz stärker als gedacht - Aktie etwas
schwächer
NANTERRE - Geschäfte rund um Bauen, Energieanlagen und Flughäfen
haben dem Mischkonzern Vinci im Sommer Rückenwind
beschert. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um
knapp 5 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am
Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im
Durchschnitt mit 20 Milliarden Euro etwas weniger auf dem Zettel. An
der Börse bewegten die Neuigkeiten die Aktie am Freitag kaum.
ROUNDUP: L'Oreal profitiert von Nachfrage nach Parfüm und Haarpflege
PARIS - Die Geschäfte mit feinen Düften und Haarpflege haben den
Kosmetikriesen L'Oreal im dritten Quartal stärker
angetrieben als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im
Jahresvergleich um knapp 12 Prozent auf 11,56 Milliarden Euro, wie
das im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte
Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Auf
bereinigter und vergleichbarer Basis wuchsen die Erlöse um 7,7
Prozent. Die in den vergangenen Wochen stark gelaufene Aktie stieg
am Freitag nach Handelsstart weiter.
Eni plant nach Gewinnsprung Sonderdividende - Aktienrückkauf
aufgestockt
MAILAND - Die stark gestiegenen Ölpreise haben dem italienischen
Ölkonzern Eni im Sommer noch mehr Gewinn eingebracht
als erwartet. Jetzt will der Konzern an seine Anteilseigner eine
Sonderdividende von insgesamt 1,3 Milliarden Euro auszahlen, wie er
am Freitag in Mailand mitteilte. Zudem stockt er den geplanten
Aktienrückkauf in diesem Jahr ein weiteres Mal auf - diesmal von 3,4
auf 3,8 Milliarden Euro.
Triebwerksbauer Safran legt auch im Sommer kräftig zu
PARIS - Der Triebwerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer Safran
hat auch im Sommer stärker zugelegt als gedacht. Im
dritten Quartal wuchs der bereinigte Umsatz im Jahresvergleich um 15
Prozent auf 9 Milliarden Euro, wie das französische Unternehmen am
Freitag in Paris mitteilte. Das war etwas mehr als von Analysten
erwartet. Dazu trug auch der verstärkte Absatz der Leap-Triebwerke
für die Mittelstreckenjets von Boeing und Airbus
bei. Von Juli bis Ende September lieferte Safran 535
Turbinen des Typs aus - rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr und
mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.
Holcim mit Schub bei Umsatz und Betriebsgewinn
ZUG - Holcim hat im Sommerquartal massiv aufs Gas
gedrückt. Umsatz und Betriebsgewinn sind markant gewachsen. Erneut
legt der Baustoffkonzern und Konkurrent von Heidelberg Materials
die Ziele für das Gesamtjahr teilweise höher.
Insgesamt stieg der Umsatz von Juli bis Ende September um 15,5
Prozent auf 4,66 Milliarden Franken (rund 5,1 Mrd Euro), wie der
Konzern am Freitag mitteilte. Dabei kam erstmals seit langem
Rückenwind vom Franken, der sich in den letzten Monaten abgewertet
hatte. Organisch, also aus eigener Kraft, sei Holcim um 5,1 Prozent
gewachsen, hieß es weiter.