American Express profitiert von Ausgabefreude und Aktienverkauf - Aktie verliert
Der Kreditkartenkonzern American Express
wird angesichts der Kauffreude seiner Kunden
optimistischer für das laufende Jahr. Der Gewinn je Aktie soll nun
18,30 bis 18,60 US-Dollar erreichen, teilte das US-Unternehmen am
Freitag in New York mit. Bisher lag das Ziel bei 17,60 bis 17,90
Dollar. Im dritten Quartal profitierte American Express zusätzlich
vom Verkauf seiner Beteiligung an der Global Business Travel Group,
der gut 750 Millionen Dollar nach Steuern einbrachte. Die Aktie
verlor jedoch im vorbörslichen US-Handel rund ein Prozent.
Im abgelaufenen Quartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im
Jahresvergleich um neun Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar (17,9 Mrd
Euro). Der Überschuss wuchs auch dank des Sondereffekts aus dem
Anteilsverkauf um 28 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Doch auch
ohne diesen Posten verdiente American Express mehr als von Analysten
erwartet. Einen Teil der Sondereinnahmen gab das Unternehmen für ein
Effizienzprogramm aus.
Anders als Visa und Mastercard wickelt
American Express nicht nur Kartenzahlungen ab, sondern vergibt auch
Kredite. Zudem zielt Amex verstärkt auf zahlungskräftige Kunden ab,
die für vergleichsweise hohe Kartengebühren unter anderem Rabatte
auf Reisen und Zugang zu Flughafen-Lounges bekommen./stw/men/jha/