Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gibt Erholungsgewinne früh wieder ab / Hohe Energiepreise und KI-Sorgen belasten - ATX in technischer Korrektur
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Nach dem jüngsten Ausverkauf haben sich die Anleger am Wiener Aktienmarkt vor dem Wochenende in Zurückhaltung geübt. Anfänglich verzeichnete Gewinne erwiesen sich dabei als Strohfeuer. Gegenwind kam von durchwachsenen Stimmungsdaten aus dem Euroraum und den weiter steigenden Öl- und Gaspreisen, welche die Sorgen vor einem hohen Inflationsdruck aufrecht hielten.
Rund eine Stunde nach Sitzungsbeginn lag der ATX 0,10 Prozent im Minus auf 6.257,95 Punkten. Mit einem Minus von aktuell 4,6 Prozent steuert er auf die schwächste Wochenbilanz seit Beginn des Irankriegs Anfang März zu. Für den ATX Prime ging es um 0,10 Prozent auf 3.076,59 Zähler hinab. Auch das europäische Umfeld gab nach.
Am Donnerstag war der Leitindex über viereinhalb Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni abgerutscht. Auslösender Faktor einer weltweiten Flucht in sichere Häfen war eine giftige Melange aus steigenden Ölpreisen und den daraus resultierenden Zins- und Konjunkturängsten sowie erneut aufgekommenen Sorgen bezüglich der Rentabilität der massiven KI-Investitionen in der Tech-Branche.
Vom Rekord-Schlusskurs von mehr als 7.000 Punkten Ende September ist der ATX mittlerweile um 10,8 Prozent zurückgefallen. Marktbeobachter sprechen bei einem Rückgang dieser Größenordnung auch aus technischer Sicht von einer Korrektur. Seit Jahresbeginn liegt der ATX jedoch weiterhin mehr als 17 Prozent im Plus. Auch im Vergleich mit anderen europäischen Benchmarks hat der österreichische Leitindex damit klar die Nase vorn. In der Spitze hatte das Jahresplus nahezu ein Drittel betragen.
Am Berichtstag trugen frische Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum dazu bei, die Sorgen der Anleger zu lindern. In Frankreich fiel die Unternehmensstimmung angesichts der politischen Unruhen und der Sorgen über die Staatsfinanzen deutlich. Zudem signalisiert der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.
Am Vortag waren, neben einem Kurseinbruch bei AT&S, auch die schwergewichteten Bankwerte unter die Räder gekommen. Nach einem positiven Handelsstart notierten Erste Group, RBI und BAWAG zuletzt wieder bis zu 1,1 Prozent leichter. AT&S stabilisierten sich dagegen um 1,4 Prozent etwas.
spa/rst
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