AKTIE IM FOKUS 2: Zielanhebung treibt Adidas-Erholung an - 100-Tage-Linie bremst
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Vorabend angehobene Gewinnprognose
durch Adidas
Zeitweise ging es am Morgen hoch bis auf 162 Euro - und damit bis an die 100-Tage-Durchschnittslinie. Dieser viel beachtete Indikator für den mittelfristigen Trend stellt einen erheblichen Widerstand dar.
Im MDax
Citigroup-Analystin Monique Pollard reagierte noch am Vorabend auf die guten Nachrichten von Adidas und hob ihr Kursziel von 200 auf 211 Euro an. Entsprechend sieht sie noch weiteres Erholungspotenzial von aktuell 30 Prozent für die Aktie.
Im vierten Quartal rechnet sie mit weiteren 20 Millionen Euro an Zoll-Rückerstattung aus den USA, nach 200 Millionen im dritten Quartal, womit Adidas den Löwenanteil der Erstattungen dann wohl erhalten haben dürfte. Obendrein kappte sie angesichts einer starken Kostenkontrolle ihre Schätzung für die operativen Ausgaben. Mit ihrer um nun 4 Prozent angehobenen operativen Ergebnisprognose (Ebit-Prognose) für das Gesamtjahr liegt die Citigroup-Analystin leicht über dem Konzernziel und deutlich über dem bisherigen Analystendurchschnitt.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal habe 9 Prozent über dem Konsens gelegen, sofern die im Quartal erhaltenen Zollerstattungen herausgerechnet würden, hob Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler in seinem Kommentar positiv hervor. Als Grund nannte er die besser als erwartet ausgefallene Bruttomarge, "was die Stärke der Marke und einen soliden Produktverkauf zum vollen Preis unterstreicht".
Auf Basis der robusten operativen Margenausweitung habe Adidas zudem zusätzliche Investitionen von 100 Millionen Euro in Effizienzmaßnahmen für das vierte Quartal angekündigt, schrieb Dennl. "Dieser Kapitaleinsatz zielt ausdrücklich darauf ab, zusätzliche operative Hebelwirkung zu erschließen und den Konzern auf Kurs zu halten, seine mittelfristigen Rentabilitätsziele zu erreichen." Diesen proaktiven Ansatz begrüßt der Experte, da er die strukturelle Ertragskraft des Sportartikelherstellers festige.
Robert Krankowski von der Schweizer UBS bleibt indes vorsichtig. "Auch wenn die im vierten Quartal eingeleiteten Maßnahmen die Margenentwicklung in den Jahren 2027 und 2028 stützen dürften, bleiben Fragen zum Ausblick für die Bruttomarge 2027 offen", schrieb er. Dabei verwies Krankowski auf die Themen Kosteninflation, ein herausforderndes Konsumumfeld und einen möglichen Druck durch den Produktmix.
Einen Blick auf die kommende Woche wirft derweil bereits Analystin Wendy Liu von JPMorgan. Zur Vorlage der detaillierten Zahlen am 29. Oktober erwartet sie, dass der Fokus sich auf der Stärke und Visibilität des Wachstums im Bereich Sportschuhe für das vierte Quartal und das Jahr 2027 richten werde. "Zudem dürfte die Erholung des Großhandelsabsatzes in Europa und den USA von Interesse sein - insbesondere vor dem Hintergrund des viel diskutierten, von Rabattaktionen geprägten Marktumfelds."/ck/ag/nas/jha/
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