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Deutsche Anleihen sinken - Französischer Risikoaufschlag auf 15-Jahreshoch

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch nach den Kursgewinnen vom Vortag leicht gesunken. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am Vormittag um 0,05 Prozent auf 121,58 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,41 Prozent.

Auch europaweit legten die Renditen überwiegend zu, nachdem sie am Vortag unter Druck geraten waren. Grund für den Rückgang vom Dienstag waren vage Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Iran-Krieg gewesen, die den Ölpreis belastet und so die Inflationssorgen am Markt etwas gemildert hatten. Zur Wochenmitte legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee aber wieder etwas zu.

Erneut ragte der französische Anleihenmarkt mit einem deutlichen Renditeanstieg negativ hervor. Angesichts zunehmender Sorgen über die Staatsfinanzen des Landes weitete sich der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von jeweils zehn Jahren aus und erreichte bei knapp 160 Basispunkten ein Hoch seit 15 Jahren.

Am Wochenende war es in Frankreich zu Massendemonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten gekommen. "Die Lage in Frankreich spitzt sich zu - haushaltspolitisch und gesellschaftlich", schrieb Robert Greil, Chefstratege bei der Privatbank Merck Finck.

Die aktuellen Proteste bergen dem Experten zufolge nicht nur ökonomische Risiken, sondern verschärfen perspektivisch auch die ohnehin angespannte Haushaltslage und die politische Unsicherheit vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen. Für die Finanzmärkte könnte Frankreich damit in den kommenden Monaten zunehmend zum Belastungsfaktor werden./la/jkr/stk

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AXC0130 2026-10-21/11:41

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