ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stabil - KI-Erholung gibt keinen Schwung
Der Dax ist am Mittwoch
verhalten in den Handel gestartet. Aus der Rückkehr an sein
Vortagshoch, die sich vorbörslich noch abgezeichnet hatte, wurde im
frühen Handel nichts. Während KI-Werte sich erholten, blieben
Anleger in der Breite vorsichtig ob der Unruhen in Frankreich und
nach wie vor hoher Ölpreise.
Der Dax schwankte im frühen Handel um sein Vortagsniveau. Nach einer
Dreiviertelstunde lag der Leitindex dann knapp mit 0,05 Prozent im
Plus bei 25.318 Punkten. Zur psychologisch wichtigen Marke von
25.000 Punkten blieb er damit auf Abstand. Der MDax
mit den mittelgroßen Werten schaffte es zeitgleich auch knapp mit
0,01 Prozent ins Plus auf 30.395 Punkte.
"Der Dax hängt weiterhin am Tropf des Ölpreises und der
Anleiherenditen", schrieb am Morgen der Experte Timo Emden vom
Broker Captrader. Zwischen geo- und geldpolitischen Risiken sowie
Frankreich-Sorgen sieht er "den Dax im Würgegriff". Die Anleger
navigierten weiterhin zwischen Zinsängsten, KI-Zweifeln sowie
politischen und fiskalischen Fragezeichen.
KI-seitig blieben die Blicke nach Asien gerichtet, wo sich der
südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225
etwas erholen konnten. Der US-Konzern
SpaceX hob die Laune mit dem Bericht über einen
Milliardengewinn im abgelaufenen Quartal.
Im Dax wurden Werte mit KI-Bezug wie Infineon oder
Siemens Energy davon mit bis zu zwei Prozent
gestützt. Auch die Titel von Hochtief legten 1,2 Prozent zu. Zu dem
Baukonzern berichtete das "Handelsblatt", dieser plane eine eigene
Bewerbung für eine geplante "AI Gigafactory" der Europäischen Union,
mit der das Unternehmen selbst zum Anbieter von Rechenleistung
werden könnte.
Die Kursentwicklung bei Adidas war mau, obwohl der
Sportartikelkonzern nach vorgelegten Eckdaten seine Gewinnprognose
für das Gesamtjahr erhöht hat. Das Plus betrug zuletzt ein halbes
Prozent. Die Aktien trafen bei 160 Euro an ihrem Hoch seit Mitte
August auf Widerstand.
Qiagen-Anteile knüpften mit 1,8 Prozent Plus daran an,
dass sie am Vortag im Schlusshandel schon angezogen waren auf ein
Hoch seit Februar. Die Aktien des Labordienstleisters und
Diagnostikkonzerns profitieren einmal mehr von einem Bericht über
ein bevorstehendes Angebot des Finanzinvestors EQT.
Weitere Gewinner waren die zuletzt wegen Zinssorgen gebeutelten
Aktien von Immobilienkonzernen. Der Wohnungsanbieter Grand City
Properties hat sich mit gut 20 Prozent beim
Immobilienkonzern LEG eingekauft, woraufhin sich
diese beiden Aktien um bis zu 2,8 Prozent erholten. Auch jene des
Grand-City-Großaktionärs Aroundtown zogen an.
Im SDax gab es bei Friedrich Vorwerk ein Plus von
drei Prozent wegen vorgelegter Zahlen. Nach einem Ergebnissprung im
dritten Quartal hat der Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und
Wasserstoffanwendungen ein weiteres Mal seine Prognosen für das Jahr
angehoben.
Mit zwei Prozent unter Druck standen die Papiere des Dialysekonzerns
FMC , nachdem Reformpläne des
US-Gesundheitsministeriums für die Behandlung von Nierenerkrankungen
veröffentlicht wurden. Der UBS-Experte sieht in diesen einen
bedeutenden Sorgenfaktor./tih/jha/