ZÜRICH - ABB hat im dritten Quartal 2026 operativ
weiter zugelegt. Wie schon in den beiden ersten Quartalen stiegen
Umsatz und Auftragseingang prozentual zweistellig, wobei letzterer
nicht zuletzt wegen der Rechenzentren überragte. Die Gewinnmarge
verbesserte sich auf hohem Niveau noch einmal. Unter dem Strich ging
das Ergebnis hingegen zurück. Umsatz und operatives Ergebnis lagen
im Rahmen der Erwartungen.
Amazon plant Investitionen von rund 16 Milliarden Euro
BERLIN - Die Handelsplattform Amazon will im
kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren.
Das Geld soll unter anderem in den Ausbau von Rechenzentren für den
Cloud-Anbieter AWS und die Modernisierung der Logistikstandorte
fließen, wie das Unternehmen anlässlich des Investitionsgipfels der
Bundesregierung in Berlin mitteilte. Alleine in der Logistik würden
derzeit rund 3.000 zusätzliche Stellen aufgebaut, hieß es. Außerdem
seien mehr als ein Dutzend Eigenproduktionen in Deutschland für den
Streamingdienst Amazon Prime geplant.
ROUNDUP: Standardbrief-Porto soll um 20 Cent auf 1,15 Euro steigen
BONN - Der Versand eines Standardbriefs in Deutschland wird ab
kommendem Jahr aller Voraussicht nach deutlich mehr als einen Euro
kosten. Die Deutsche Post gab in Bonn bekannt, dass sie das Porto
für diese häufig genutzte Briefart Anfang 2027 um 20 Cent auf 1,15
Euro anheben möchte. Das ist der höchste Porto-Anstieg, den es
jemals gab.
US-Mischkonzern 3M erhöht erneut Gewinnziel - Aktie legt vorbörslich
zu
ST. PAUL - Der US-Mischkonzern 3M profitiert immer
mehr von seinem Umbau. Im dritten Quartal zogen die Ergebnisse bei
einem leichten Umsatzplus an. Konzernchef William Brown hob sein
Gewinnziel für das laufende Jahr erneut an. Für 2026 werde nun ein
bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 9,10 und 9,15 US-Dollar
anvisiert, teilte 3M am Mittwoch in St. Paul mit. Zuletzt hatten die
Amerikaner noch 8,80 bis 8,95 Dollar in ihrer Planung. Die 3M-Aktie
legte im vorbörslichen US-Handel leicht zu.
US-Softwarekonzern Salesforce kauft milliardenschwer zu - Aktie
fällt
SAN FRANCISCO - Der US-Softwarekonzern Salesforce übernimmt den
Marketingspezialisten Braze und legt dafür eine Milliardensumme auf
den Tisch. Je Aktie zahlt Salesforce 47,50 US-Dollar und bewertet
damit Braze inklusive Schulden mit knapp 5,7 Milliarden Dollar (5
Mrd Euro), wie Salesforce am Dienstag in San Francisco mitteilte.
Salesforce ist bei Vertriebssoftware ohnehin stark aufgestellt,
Braze soll die Interaktion von Marketingabteilungen mit Kunden noch
verstärken. Dazu soll auch Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz
kommen. Der Abschluss der Übernahme ist für das Geschäftsjahr
2027/28 (Ende Januar) vorgesehen. Die Salesforce-Aktie verlor im
vorbörslichen US-Handel mehr als 3 Prozent.
Triebwerksbauer GE erwartet 2026 noch mehr Gewinn
CINCINNATI - Der Triebwerkshersteller GE Aerospace
legt die Latte für 2026 nach einem unerwartet starken Sommergeschäft
noch einmal höher. Der bereinigte Umsatz soll im Jahresvergleich
jetzt um 19 bis 20 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am
Dienstag in Cincinnati mit. Zugleich soll der um Sonderposten
bereinigte operative Gewinn 10,9 bis 11 Milliarden US-Dollar (9,7
bis 9,8 Mrd Euro) und der bereinigte Gewinn je Aktie 8 bis 8,10
Dollar erreichen. Für die GE-Aktie ging es im vorbörslichen
US-Handel nach anfänglichen Kursgewinnen jedoch um mehr als ein
Prozent abwärts.
US-Autobauer General Motors grenzt Prognose ein - Rückkäufe helfen
Aktie nicht
DETROIT - Der US-Autobauer General Motors hat nach
einem Gewinnanstieg im dritten Quartal sein Jahresgewinnziel
konkretisiert und will weiter in großem Stil Aktien zurückkaufen.
Über mehrere Jahre will Konzernchefin Mary Barra dafür 20 Milliarden
US-Dollar ausgeben, wie die Firma am Dienstag in Detroit mitteilte,
ohne konkreter zu werden. Im dritten Quartal schnitt das Unternehmen
beim operativen Ergebnis zwar etwas besser ab als erwartet. Dennoch
rutschte die Aktie im vorbörslichen US-Handel um mehr als 5 Prozent
ab.
Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX erwartet 2026 noch bessere
Geschäfte
ARLINGTON - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX
schraubt angesichts guter Geschäfte seine Erwartungen für 2026 ein
weiteres Mal nach oben. Der bereinigte Umsatz soll mit 97 bis 97,5
Milliarden US-Dollar (86,5 bis 86,9 Mrd Euro) mindestens eine
Milliarde mehr erreichen als zuvor im Höchstfall angepeilt, wie der
Mutterkonzern des Rüstungsunternehmens Raytheon, des
Triebwerksbauers Pratt & Whitney und des Luftfahrtzulieferers
Collins am Dienstag in Arlington mitteilte. Der bereinigte Gewinn je
Aktie soll 7,65 bis 7,75 Dollar erreichen, mindestens 40 Cent mehr
als zuvor maximal erhofft. Für die RTX-Aktie ging es nach den
Neuigkeiten im vorbörslichen US-Handel um knapp drei Prozent
aufwärts.
Störungen in Chile: BHP fördert fast ein Fünftel weniger Kupfer
MELBOURNE - Beim Bergbaukonzern BHP Group ist im
ersten Geschäftsquartal wegen Problemen in den wichtigsten Minen in
Chile die Kupferproduktion eingebrochen. Die Kupferproduktion fiel
in den drei Monaten bis Ende September um 19 Prozent, wie das
Unternehmen am Dienstag im australischen Melbourne mitteilte. Neben
planmäßigen Wartungsarbeiten kam es in dem südamerikanischen Land
aufgrund extremer Wetterbedingungen zu Betriebsstörungen. Das
Jahresziel für das wichtige Metall bestätigte der Bergbaukonzern.
Anglo American rechnet mit höherer Diamanten-Produktion im
Gesamtjahr
LONDON - Der Rohstoffriese Anglo American zeigt sich
nach Produktionszahlen zum dritten Quartal für seine zum Verkauf
stehende Tochter De Beers zuversichtlicher. 2026 soll die
Diamanten-Produktion 25 Millionen bis 28 Millionen Karat betragen,
wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die von der
Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Analysten hatten im Schnitt
das untere Ende der neuen Spanne auf ihren Zetteln. Zuvor war Anglo
American von einer Förderung von 21 Millionen bis 26 Millionen Karat
ausgegangen.