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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX im Minus, Steyr-Aktien 20 % im Plus / BAWAG nach Zahlen 2 Prozent im Minus - Aktien von Steyr Motors springen nach Übernahmeangebot nach oben

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag weiter schwach gezeigt. Gegen 14.35 Uhr hielt der heimische Leitindex ATX mit einem Minus von 0,91 Prozent bei 6.497,46 Punkten. Der breiter gefasste ATX prime fiel zuletzt um 0,89 Prozent auf 3.190,92 Zähler.

Auch das europäische Börsenumfeld zeigte sich mehrheitlich mit Verlusten. Zuvor hatten die Asien-Märkte uneinheitliche Vorgaben geliefert. Die Ängste vor Inflation, steigenden Zinsen und den Bewertungsniveaus der KI-Aktien dürften weiter auf den Märkten lasen. Bei den US-Techwerten zeichnet sich nach dem negativen Wochenausklang heute allerdings eine Erholung ab. Der technologielastige Nasdaq-100 wird rund eine Stunde vor Börsenbeginn mit einem Plus von gut einem Prozent indiziert.

Zu den Aktien im Fokus zählten in Wien BAWAG, die nach der Vorlage von Ergebnissen am Nachmittag um knapp zwei Prozent nachgaben. Die BAWAG hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mehr eingenommen und mehr Gewinn erzielt. Der Nettozinsertrag wuchs gegenüber der Vorjahresperiode um 7 Prozent auf rund 1,47 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss stieg um 11 Prozent auf 302,1 Mio. Euro, wie das Geldhaus mitteilte. Unterm Strich stand ein Gewinn von 734,8 Mio. Euro, um 17 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden bestätigt.

Die Erste Group schrieb in einem Kommentar von "soliden Ergebnissen für das dritte Quartal, weitgehend im Rahmen der Erwartungen". Die Verluste der BAWAG-Aktie nach Meldung der Zahlen führen sie auf das europaweit schwache Umfeld für Bankaktien zurück. Zudem könnten Unsicherheiten rund um die von der BAWAG geplanten Übernahme der irischen PTSB auf den Aktien lasten, so die Experten.

Bankaktien fanden sich am Montag europaweit auf den Verkaufslisten der Anleger. Unter den weiteren im ATX schwer gewichteten Bank-Titeln büßten RBI 1,4 Prozent an Wert ein. Erste Group-Titel fielen um 1,0 Prozent.

Aktien aus dem Öl-Sektor zeigten sich trotz gesunkener Rohölnotierungen hingegen europaweit unter den Gewinnern. In Wien zogen OMV um rund 0,5 Prozent an und waren zeitweise die einzigen Gewinner im ATX.

Abseits der ATX-Werte sprangen die Aktien von Steyr Motors nach einem Übernahmeangebot um gut 20 Prozent auf 36,80 Euro nach oben. Der US-Drohnenentwickler Red Cat Holdings will den heimischen Motorenherstellers übernehmen und hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien vorgelegt. Der Angebotspreis soll 39,00 Euro je Steyr-Aktie in bar betragen, wie das US-Unternehmen Montagfrüh mitteilte.

Wichtige Konjunkturdaten wurden am Montag nicht veröffentlicht. Im Wochenverlauf dürften sich die Blicke der Marktteilnehmer dann auf wichtige Stimmungsindikatoren aus Deutschland und der Eurozone richten, schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Angesetzt sind etwa die ZEW-Salden sowie Einkaufsmanagerindizes.

Für Impulse könnte im Wochenverlauf auch die gerade angelaufene US-Berichtssaison sorgen. Mit Spannung erwartet werden zudem die in der kommenden Wochen angesetzten Zinsentscheidungen der EZB und der US-Notenbank Fed.

mik/ste

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