Entwicklungsministerin für Hilfen beim Schuldenmanagement
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) wirbt für mehr Unterstützung für hoch verschuldete ärmere Staaten beim Umgang mit den finanziellen Belastungen. "Knapp die Hälfte der Menschen lebt in Ländern, die mehr für ihren Schuldendienst bezahlen als für Gesundheit und Bildung", sagte sie am Rande der Jahrestagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Bangkok. Entwicklungszusammenarbeit sei generell kein Almosen, sondern stehe für gute Investitionen in die Zukunft.
In der thailändischen Hauptstadt kam auch die von der Bundesregierung eingesetzte Nord-Süd-Kommission zur Entwicklungspolitik zusammen. Der Co-Vorsitzende, Ex-Kanzler Olaf Scholz (SPD), betonte, kein Land könne für sich allein Wohlstand sichern, Armut reduzieren, Ressourcen schützen und für Frieden sorgen. Er sei überzeugt, dass die Welt in eine Ära der Multipolarität eintrete, in der der globale Süden willkommen sein statt eingeschränkt werden sollte.
Die vom Kabinett Ende Juni eingesetzte unabhängige Kommission mit 20 Mitgliedern soll Empfehlungen für eine neue Entwicklungskooperation mit dem globalen Süden erarbeiten, etwa zu Modellen für Partnerschaften. Co-Vorsitzende ist Laura Chinchilla, ehemalige Staatspräsidentin von Costa Rica./sam/DP/he
AXC0149 2026-10-16/15:08