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ROUNDUP: Erneut Feuer auf Handelsschiff vor Rumäniens Küste

Vor der Küste Rumäniens ist erneut ein Feuer auf einem Handelsschiff ausgebrochen. Bei dem Zwischenfall am frühen Morgen im Schwarzen Meer rund 24 Kilometer von der Stadt Sulina konnten zunächst vier Seeleute gerettet werden. Später wurde ein fünfter Matrose, der ursprünglich als vermisst galt, lebend auf dem Schiff gefunden. Das teilte die Schifffahrtsbehörde in der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Sieben Seeleute würden weiter vermisst. Eine Lösch- und Rettungsaktion sei im Gange, hieß es weiter.

Ob der Brand durch einen Treffer mit einer Drohne ausgelöst wurde, konnte die Behörde weder bestätigen noch ausschließen. Auch Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan wollte dazu auf Anfragen von Journalisten in Brüssel keine Angaben machen. Allerdings wolle er am Rande des laufenden EU-Gipfels auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die jüngsten Drohnen-Vorfälle im Schwarzen Meer sprechen, zusammen mit Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew, sagte Dan.

Zuvor hatten rumänische Medien berichtet, dass die Besatzungen anderer Schiffe in der Nähe einen Drohnenangriff auf das in Brand gesetzte Schiff beobachtet hätten.

Die Stadt Sulina liegt an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Das Schiff, ein Tanker für chemische Substanzen, war nach Angaben der rumänischen Behörde unter der Flagge von San Marino unterwegs. In der Nacht habe Rumäniens Luftabwehr im Raum Sulina eine Drohne aus Richtung der nahe gelegenen Ukraine gesichtet, die aber nach einer Minute wieder vom Radar verschwand, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest berichtete.

Vermehrt Zwischenfälle in Rumänien und Bulgarien

Zu einem ähnlichen Zwischenfall bei Sulina war es bereits am Mittwochabend gekommen. Dabei war Feuer auf einem unbeladenen Schiff ausgebrochen, das unter der Flagge der Komoren-Insel fuhr. Die Besatzung konnte den Brand noch vor Eintreffen der Seeretter löschen und blieb unverletzt. Ob in diesem Fall ein Drohnen-Treffer die Ursache war, sollen nun die Behörden prüfen, sagte Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruta.

Erst vor neun Tagen war nahe dem rumänischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens ein mit Getreide beladenes türkisches Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden und gesunken. Zwei Seeleute kamen dabei ums Leben.

Zuletzt häuften sich im Schwarzen Meer die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den vergangenen Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien. Im rumänischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische Donauhäfen gesichtet./kl/DP/mis

AXC0183 2026-10-15/13:54

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