Lufthansa: Keine Flugstreichungen wegen Kerosinmangels
Die Lufthansa erwartet keine
Flugstreichungen infolge eines möglichen Kerosinmangels am Drehkreuz
Frankfurt. Es sei nicht mit einem Engpass zu rechnen, erklärte eine
Sprecherin der größten deutschen Airline. Dennoch hat das
Unternehmen die Crews angewiesen, bei Flügen nach Frankfurt
zusätzlichen Kraftstoff aufzunehmen, um die Vorräte dort zu
entlasten. "Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme",
erklärte die Sprecherin. Die Vorkehrungen zeigten bereits Wirkung
und man gehe davon aus, sie in absehbarer Zeit wieder einstellen zu
können. Es gehe darum, einen verlässlichen Flugbetrieb
sicherzustellen.
Niedrige Flusspegel als Problem
Hintergrund der angespannten Versorgungslage am größten deutschen
Flughafen ist laut Lufthansa die reduzierte Kapazität der
Kerosin-Pipelines, von denen eine gerade gewartet wird, wie
Flughafenbetreiber Fraport bestätigte. Nach
Informationen der "Bild"-Zeitung wird zudem der niedrige Rheinpegel
als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt, da
Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt befahren könnten.
Fraport verwies auf die zur Verfügung stehende Leitung und die
vorhandenen Speicher am Flughafen, die für den Bedarf von rund zehn
Tagen ausgelegt seien. "Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist
somit nicht beeinträchtigt", sagte ein Fraport-Sprecher. Die
Passagiere hätten nichts zu befürchten./ceb/DP/stk