AKTIEN IM FOKUS: KI-Sorgen befeuern Ausverkauf von Chipwerten
Überraschend hohe Inflationsdaten aus den USA am Vortag haben einen weltweiten Ausverkauf von Halbleiterwerten ausgelöst. Bei Anlegern im Technologiesektor allgemein geht am Donnerstag die Angst um. Die Furcht vor höheren Zinsen nimmt zu und belastet vorwiegend die stark finanzierungsabhängigen Technologiewerte rund um den Globus.
Anleger von CoreWeave
"Die Aufnahme von Krediten zu sehr hohen Zinssätzen, um Rechenzentren zu errichten, die außerhalb der Hyperscaler zunehmend zu einer Massenware werden, könnte sich letztlich als keine gute Investition erweisen", äußerte sich Analyst Gil Luria von D.A. Davidson skeptisch. Je mehr Fremdkapital wir für den Bau von Rechenzentren einsetzen, desto mehr Risiko bringen wir in das System ein."
Von dem Boom von Rechenzentren profitierte bislang auch der deutsche
Dax-Konzern Siemens Energy
Die Verkaufswelle, die am Vortag an der Nasdaq begann, ging an
diesem Donnerstag in Asien weiter. Dabei ging es einmal mehr für den
sehr schwankungsanfälligen koreanischen Kospi, aber auch für den
japanischen Nikkei kräftig nach unten. In Seoul brachen die Anteile
des Chipherstellers SK Hynix
Höhere Zinsen können Technologiewerten in vielerlei Hinsicht schaden. So trifft die mit einer strafferen Geldpolitik verbundene Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivitäten die konjunktursensiblen Tech-Unternehmen besonders.
"Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle der KI-Sorgen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es seien keine klassischen Gewinnmitnahmen, sondern echte Sorgen vor einer massiven Korrektur.
Angesichts der Tech-Schwäche stehen die Geschäftszahlen vom
taiwanischen Chipriesen TSMC
ISIN DE0006231004 KR7000660001 TW0002330008 DE000ENER6Y0 US21873S1087
AXC0071 2026-10-15/08:47
Relevante Links: Infineon Technologies AG, Siemens Energy AG, SK hynix, Inc., Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd., CoreWeave, Inc.