Wiener Aktienmarkt vorbörslich tiefer erwartet / Tiefrote Asien-Vorgaben wegen Zins- und KI-Sorgen
Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Donnerstag mit Verlusten in den Handel starten. Eine Bankenindikation sah den ATX rund 45 Minuten vor Handelsbeginn bei 6.559 Punkten und damit 0,9 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Das europäische Umfeld wird ebenfalls im Minus erwartet.
Sehr schwache Vorgaben lieferten die asiatischen Aktienmärkte, wo insbesondere Technologiewerte unter den erhöhten Zinserwartungen in den USA litten. Die Teuerung in den USA war im September stärker angestiegen als erwartet. Daneben verwiesen Marktbeobachter auf steigende Zweifel an den ambitionierten Wachstumserwartungen an Aktien mit KI-Fantasie.
Angesichts der Tech-Schwäche dürften die an diesem Tag anstehenden Geschäftszahlen des taiwanischen Chipriesen TSMC besonders beachtet werden. Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro sieht - wie schon am Vortag im Quartalsbericht von ASML - auch in den Ergebnissen von TSMC einen wichtigen Realitätscheck für den gesamten Sektor. Beide Unternehmen bildeten das Fundament der globalen Halbleiter-Lieferkette.
Vor diesem Hintergrund zeigten sich die AT&S-Aktien vorbörslich sehr schwach. Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die hoch volatilen Aktien zuletzt um 8,6 Prozent im Vergleich zum Schluss an der Wiener Börse.
Der datenseitige Fokus liegt am Donnerstag auf US-Veröffentlichungen, darunter Stimmungsdaten, Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise September. Unternehmensseitig blieb die Meldungslage zu heimischen Unternehmen ruhig.
Am Mittwoch hatte der ATX um 0,13 Prozent etwas schwächer bei 6.619,12 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
Lenzing +4,51% 11,12 Euro AUSTRIACARD +3,80% 10,10 Euro Pierer Mobility +2,89% 33,80 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
UNIQA -2,09% 16,90 Euro Semperit -2,04% 19,20 Euro Raiffeisen Bank International -1,40% 56,50 Euro
spa/ste
ISIN AT0000999982