dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Dax noch robust im KI-Ausverkauf
FRANKFURT (dpa-AFX)
AKTIEN
DEUTSCHLAND: - MODERATE VERLUSTE ERWARTET - Weltweit schwache
Technologiewerte nach einer überraschend hohen US-Inflation dürften
den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belasten. Der Broker IG
Markets taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor dem Start
des Xetra-Handels mit einem Abschlag von 0,28 Prozent auf 25.227
Punkte. Damit bleibt die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend
im Blick, die bei 25.308 Punkten verläuft. Die Furcht vor
Zinsanhebungen und entsprechend höherer Finanzierungslast vor allem
für Techunternehmen nimmt zu. Am Vortag waren nach den Daten zur
US-Teuerung die Gewinne im Dax
USA: - VERLUSTE - Stärker als erwartet gestiegene Verbraucherpreise im September haben am Mittwoch vor allem die konjunktursensiblen Papiere der Technologiebranche deutlich belastet. Jetzt stehe eine Leitzinserhöhung im Oktober wieder zur Debatte, schrieb Ronald Temple, Chef-Marktstratege für die Bereiche Finanzberatung und Vermögensverwaltung beim Finanzdienstleister Lazard. Da sich nunmehr der zunehmende Inflationsdruck immer deutlicher abzeichne, wachse die Gefahr, dass die Notenbank bei der Eindämmung der Teuerung ins Hintertreffen gerät. Damit ging es für den technologielastigen Nasdaq 100um 2,02 Prozent auf 29.950,82 Punkte abwärts. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,11 Prozent auf 7.718,94 Punkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,09 Prozent auf 51.621,48 Punkte nach.
ASIEN: - VERLUSTE - Eine überraschend hohe US-Inflation hat auch an
den Börsen Asiens zu herben Kursverlusten vor allem bei KI- und
IT-Aktien geführt. Investoren blicken angesichts hoher Renditen an
den Anleihemärkten und des Risikos eines zeitnah weiter steigenden
US-Leitzinses mit Sorge auf die immer noch hohen Bewertungen von
KI-Unternehmen. "Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle
der KI-Sorgen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom
Vermögensverwalter QC Partners. Es seien keine klassischen
Gewinnmitnahmen, sondern echte Sorgen vor einer massiven Korrektur.
Besonders stark geriet der südkoranische Kospi-Index unter Druck,
der zuletzt noch rund 7 Prozent im Minus notierte. Korea stehe im
Zentrum des weltweiten Ausverkaufs im KI-Sektor, "da die
Finanzierungsprobleme von CoreWeave und die steigende Inflation in
den USA die Sorgen über steigende Kreditkosten und die
Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben schüren", erklärte Hebe Chen,
Analystin bei Vantage Global Prime, gegenüber der Nachrichtenagentur
Bloomberg. Der Aktienkurs des KI-Unternehmens CoreWeave war am
Vorabend in New York eingebrochen angesichts wachsender Sorgen über
die Schuldenlast des Konzerns. Der japanische Leitindex Nikkei 225
DAX 25.298,61 0,15% XDAX 25.239,52 -0,24% EuroSTOXX 50 6.190,37 0,38% Stoxx50 5.353,62 0,71% DJIA 51.621,48 -0,09% S&P 500 7.718,94 -1,11% NASDAQ 100 29.950,81 -2,02%
ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
RENTEN:
Bund-Future 121,83 +0,41%
DEVISEN:
Euro/USD 1,1215 0,53% USD/Yen 157,94 -0,23% Euro/Yen 177,15 0,29%
BITCOIN:
Bitcoin 81.519 -0,04% (USD, Bitstamp)
ROHÖL:
Brent 104,35 -1,71 USD WTI 94,03 -1,06 USD
/mis
ISIN DE0008469008 DE0008467416 DE0009653386
AXC0053 2026-10-15/07:37