WDH/Kreise: BASF ist für höheres Gebot für Evonik bereit
(Präzisierung im 3. Absatz zu Syneqt)
LUDWIGSHAFEN/ESSEN (dpa-AFX) - Deutschlands größter Chemiekonzern
BASF
Auch sollen bestehende Verträge zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten bei Evonik nicht angetastet werden. BASF würde sie bei einer Übernahme vollumfänglich einhalten, hieß es aus Kreisen. Bei Evonik sind trotz eines geplanten Stellenabbaus betriebsbedingte Kündigungen bis 2032 in Deutschland ausgeschlossen. Der Abbau soll auf freiwilliger Basis über Abfindungen erfolgen.
Zudem würde BASF sich auch Pläne von Evonik zu möglichen Verkäufen von Unternehmensteilen anschauen. Dabei könnte es insbesondere um den Chemieparkbetreiber Syneqt gehen.
Mit einer Evonik-Übernahme könnte BASF sein Kerngeschäft stärken. Insgesamt zeichnet sich in der europäischen Chemiebranche, die mit wachsender Konkurrenz aus China und hohen Energiepreisen konfrontiert ist, eine Konsolidierung ab.
Vor knapp drei Wochen hatten die beteiligten Unternehmen sowie die RAG-Stiftung bekannt gemacht, dass es ein Angebot gibt. Evonik sprach von einer unverbindlichen "Ansprache" durch die BASF. "Diese ist auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft gerichtet." Gespräche fänden derzeit nicht statt. BASF hatte mitgeteilt: "Fortgang und Ausgang der Sondierungen sind gegenwärtig offen."
Vor ersten Berichten über die Pläne der BASF hatten die Evonik-Aktien gut 18 Euro gekostet, aktuell notieren sie zu 21,68 Euro. Analyst Sebastian Bray von der Privatbank Berenberg hält sogar eine Offerte von 24 bis 25 Euro für denkbar, wie er jüngst in einer Studie schrieb./mne/mis/stk/mis
ISIN DE000BASF111 DE000EVNK013
AXC0215 2026-10-14/14:33
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