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Juristin Navanethem Pillay erhält Friedensnobelpreis
Oslo/Genf/Pretoria - Der Friedensnobelpreis geht an die Juristin Navanethem "Navi" Pillay aus Südafrika. Sie sei "eine Person von außergewöhnlichem Mut und außergewöhnlicher Integrität", hieß es vonseiten des norwegischen Nobelkomitees in Oslo am Freitag. Die 85-Jährige war in ihrer Laufbahn unter anderem Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), am Internationalen Gerichtshof (IGH) und UNO-Menschenrechtskommissarin.
Frau tot in Stiegenhaus: Verdacht auf Fremdverschulden
Wien - Die Polizei versucht die Umstände zu klären, unter denen eine 35-Jährige in Wien gestorben ist. Die Frau wurde in der Nacht auf Freitag reglos im Stiegenhaus eines Wohnhauses im Bezirk Landstraße entdeckt. "Aufgrund der Auffindungssituation und sichtbarer Verletzungen am Körper der Verstorbenen" soll eine gerichtliche Obduktion die Todesursache feststellen, sagte ein Sprecher. "Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, auch Fremdverschulden kann nicht ausgeschlossen werden."
SPÖ hofft auf nur einen Kandidaten bei Parteitag
Wien - Die Übergangsvorsitzenden der SPÖ Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher hoffen, dass es für die langfristige Parteiführung nur einen Kandidaten gibt, der dann bei einem Parteitag im Frühling bestimmt wird. Wie Kucher bei einem gemeinsamen Pressegespräch betonte, bekenne er sich zur Mitgliedereinbindung bei der Frage des SPÖ-Vorsitzes. In diesem Fall würde er sich aber "einen Parteitag der Einigkeit mit einem Kandidaten" wünschen.
UNO: Livestream von Hinrichtung in USA wäre "Folter"
Washington/Genf - Die Vereinten Nationen haben den angekündigten Livestream der Hinrichtung eines verurteilten Attentäters als eine Form von "Folter" verurteilt. "Die Live-Übertragung einer Hinrichtung ist gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung und würde gegen das absolute Folterverbot verstoßen", erklärte das Büro des UNO-Beauftragten für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP.
USA verhängen Sanktionen gegen Weltstrafgericht
Washington/Den Haag/Wien - Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat am Freitag weitreichende Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verhängt. Der Schritt erfolgte wenige Stunden, nachdem die ehemalige IStGH-Richterin Navi Pillay mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war. Mit den Strafmaßnahmen steuert Washington auf einen diplomatischen Konflikt mit seinen europäischen Verbündeten zu. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) kündigte Widerstand an.
Österreich stimmt Übernahme der Mediamarkt-Mutter zu
Wien/Düsseldorf - Das für die Investitionskontrolle zuständige Wirtschaftsministerium hat grünes Licht für die geplante Übernahme der deutschen MediaMarkt-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Tech-Riesen JD.com gegeben. Man sichere aber mit Auflagen "Daten, Lieferketten und sicherheitsrelevante Personalentscheidungen" ab, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) in einer Aussendung. Mehr Details zu den Auflagen nannte das Ministerium mit Verweis auf die Gesetzeslage nicht.
Rund 50 Anzeigen wegen Verstößen gegen Kopftuchverbot
Wien - Seit diesem Schuljahr dürfen Mädchen bis 14 am Schulgelände kein Kopftuch mehr tragen. Tun sie es dennoch, werden sie von Lehrkräften an das Verbot erinnert; bei weiteren Verstößen folgt ein Gespräch mit den Eltern in der Direktion. Nächste Eskalationsstufe ist ein Termin in der Bildungsdirektion, 127 gab es seit Schulstart. 52 Mal folgten Anzeigen, weil Mädchen weiter verhüllt in die Schule kamen. SPÖ-Jugendorganisationen haben am Freitag gegen das Verbot protestiert.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.
red