dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 09.10.2026 - 15.15 Uhr
Mögliche Weichenstellung für Evonik-Übernahme durch BASF vor dem
Wochenende
ESSEN/LUDWIGSHAFEN - Mit Blick auf die vom Chemiekonzern BASF
angestrebte Übernahme von Evonik
könnte es diesen Freitag Weichenstellungen geben. Laut einer
Sprecherin der RAG-Stiftung, der mit 43 Prozent größten
Evonik-Anteilseignerin, tagt das Kuratorium der Stiftung an diesem
Freitag. Zudem berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf
Branchenkreise, dass ebenfalls am heutigen Freitag der
BASF-Aufsichtsrat beraten wird.
Musks SpaceX kauft US-Frequenzen für Mobilfunk-Angebot
AUSTIN - Elon Musks Weltraumfirma SpaceX legt mit
einem groß angelegten Frequenzkauf in den USA den Grundstein, um
sich als Mobilfunk-Anbieter zu etablieren. Mit dem Dienst Starlink
bietet SpaceX derzeit schnelles Internet direkt von Satelliten aus
dem All an. Für den Empfang auf der Erde ist bisher aber ein
Empfangsgerät mit eigener Antenne notwendig - und zudem wird klare
Sicht zum Satelliten benötigt. Mit den nun erworbenen Lizenzen
hingegen könne man das Signal auch durch Wände senden und
herkömmliche Geräte wie Smartphones versorgen, betonte SpaceX.
ROUNDUP: Aufseher brummen VW Millionenstrafe auf - Verstoß gegen
Ad-hoc-Pflicht
BONN - Die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht hat Volkswagen
wegen eines Verstoßes gegen
Veröffentlichungspflichten mit einer millionenschweren Geldbuße
belegt. Die VW AG soll demnach 1,2 Millionen Euro
zahlen, wie die Bafin am Freitag mitteilte. Die Prognose von VW für
das Geschäftsjahr 2023 habe deutlich über den Markterwartungen
gelegen. Die sich darin widerspiegelnde Geschäftsentwicklung hätte
das Unternehmen nach Darstellung der Bonner Behörde unverzüglich
"Ad-hoc" mitteilen müssen - also in einer besonders auffälligen Art
und Weise für die Marktteilnehmer an den Finanzmärkten. Stattdessen
habe das Unternehmen diese Insiderinformationen lediglich in einer
Pressemitteilung veröffentlicht. VW akzeptierte das Bußgeld.
Kein Ende der Talfahrt: Porsche verkauft weniger Autos
STUTTGART - Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche
meldet wegen der schwierigen Lage auf den wichtigen Märkten in China
und in Nordamerika erneut einen Absatzrückgang. In den ersten neun
Monaten verkaufte das Unternehmen weltweit 178.532 Fahrzeuge, wie
die VW -Tochter am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das
war ein Rückgang um 16 Prozent.
Kreise: ChatGPT-Gründer OpenAI wächst weiter kräftig
NEW YORK - Der ChatGPT-Anbieter OpenAI peilt Kreisen zufolge bis
Ende 2026 einen auf das Jahr hochgerechneten Umsatz von mindestens
70 Milliarden Dollar an. Ende September habe der auf ein Jahr
hochgerechnete Umsatz einer kürzeren Periode noch bei 50 Milliarden
Dollar gelegen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter
Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Zuwachs
soll vor allem durch das anziehende Geschäft mit Unternehmen kommen.
US-Airline Delta kappt Gewinnziele wegen gestiegener Kerosinpreise
ATLANTA - Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines
macht wegen gestiegener Kraftstoffkosten deutliche Abstriche bei
ihrem Jahresausblick. So dürfte am Ende ein um Sondereffekte
bereinigter Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,60 US-Dollar
übrigbleiben, teilte Delta am Freitag in Atlanta mit. Zuvor lag die
anvisierte Spanne bei 6,50 bis 7,50 Dollar. Gleichwohl bleibe die
Nachfrage hoch, hieß es von Delta-Chef Ed Bastian.
Bilfinger-Chef erwartet wieder bessere Geschäfte
MANNHEIM - Der Industriedienstleister Bilfinger zeigt
sich nach den Rückschlägen wegen des Iran-Kriegs im laufenden Jahr
zuversichtlich für 2027. "Wir sehen, dass wir ein Geschäft vor uns
haben", sagte Unternehmenschef Thomas Schulz am Donnerstagabend vor
Journalisten in Mannheim. Es sehe richtig gut aus. In den
vergangenen Wochen habe es noch an Fahrt aufgenommen. Nur müsse
Bilfinger schauen, was in diesem Jahr noch davon von Kunden
abgerufen werde. Erst vor gut drei Wochen hatten die Mannheimer ihre
Jahresziele gekappt, da Kunden sich wegen der stark gestiegenen
Energiekosten zurückhalten.
TOULOUSE - Der Flugzeugbauer Airbus hat einen
Großauftrag des Flugzeugfinanzierers Avolon eingeheimst. So
bestellte die Finanzgesellschaft fest 75 Maschinen aus der
A320neo-Modellfamilie und 35 Jets vom Typ A330-900, wie Airbus am
Freitag in Toulouse mitteilte. Airbus steht bei den Bestellungen
neuer Flugzeuge seit längerem gut da - hapern tut es eher bei der
Produktion und der Auslieferung der Maschinen.