US-Regierung schließt Microsoft aus Visa-Programm aus
Die US-Regierung wirft dem Software-Riesen
Microsoft
Nach mehrfacher Verlängerung der H-1B-Visa können Unternehmen für
Mitarbeiter ein dauerhaftes Bleiberecht beantragen. Seit Jahrzehnten
ist das der Weg, auf dem talentierte Fachleute aus aller Welt in
amerikanischen Top-Unternehmen landen. Unter anderem der aktuelle
Microsoft-Chef Satya Nadella hielt einst in den 90er Jahren ein
H-1B-Visum. Auch Google
Auch andere Firmen betroffen
Kein Unternehmen habe das Verfahren zum dauerhaften Aufenthalt so
stark missbraucht wie Microsoft, sagte Vance nun. Deswegen werde
Microsoft bis auf weiteres davon ausgeschlossen, sagte
Arbeitsminister Keith Sonderling. Genauso gehe die Regierung auch
gegen mehrere Beratungsunternehmen sowie den Photoshop-Entwickler
Adobe
Von den Unternehmen gab es zunächst keine Reaktion auf das Vorgehen der Regierung. Beim Stellenabbau bei Microsoft waren vor allem Management-Positionen betroffen, während es sich bei den ausländischen Mitarbeitern eher um Programmierer und andere Tech-Experten handelt. Die Trump-Regierung versuchte bereits, die Vergabe von H-1B-Visa zu erschweren.
Wenige Wochen bis zur Parlamentswahl
In den USA steht Anfang November die wichtige Parlamentswahl an, bei der das gesamte Abgeordnetenhaus sowie rund ein Drittel des Senats zur Wahl stehen. Wenn Trumps Republikaner ihre aktuelle Mehrheit auch nur in einer Kongress-Kammer verlieren, wird es für den Präsidenten schwieriger werden, seine Agenda umzusetzen. Umfrage zeigen eine große Unzufriedenheit mit Trumps Politik und gute Chancen für ein starkes Abschneiden der Demokratischen Partei.
Die Republikaner um Trump versuchen seit Wochen unter anderem, die Demokraten zu "Kommunisten" und "Sozialisten" zu erklären, um ihre Anhänger zu aktivieren. Auf die Frage, wie er Sozialismus definiere, sagte Vance, in den USA laufe dies aktuell darauf hinaus, dass man amerikanische Beschäftigte durch Ausländer ersetzen und Jungs im Mädchen-Sport antreten lassen wolle. Er nahm damit Bezug auf die Kontroverse um Transgender-Athleten, die Trump schon in seinem Präsidentschafts-Wahlkampf 2024 anfachte. Vance gilt als ein wahrscheinlicher Kandidat der Republikaner im Rennen um Trumps Nachfolge 2028./so/DP/nas
ISIN US5949181045 US00724F1012 US02079K1079
AXC0260 2026-10-08/18:46
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