Aktien Wien Schluss: ATX verliert - Ölpreise und Anleiherenditen belasten
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag erneut mit klaren Rückgängen aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX sank um 0,78 Prozent auf 6.560,57 Punkte, nachdem er bereits zur Wochenmitte um sehr starke 2,65 Prozent nach unten gerasselt war.
Auch an den europäischen Börsen ging es mit den Aktienkursen abwärts. Die wieder merklich anziehenden Ölpreise und die hohen Anleihenrenditen in einigen Euroraum-Ländern belasteten merklich die Stimmung der Aktienanleger, hieß es aus dem Handel.
In einer europaweiten Branchenbetrachtung ging es wieder mit den Bankenwerten tief in die Verlustzone. Experten verwiesen auf die angespannte Finanzlage der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone, Frankreich.
In Wien rutschten die Titel von der Raiffeisen Bank International um 3,3 Prozent tiefer. Erste Group-Papiere verbilligten sich um 1,7 Prozent und BAWAG-Aktien schwächten sich um 1,9 Prozent ab.
Eine klar gegenläufige Tendenz gab es bei den Werten aus dem Energiebereich zu sehen. Verbund-Anteilsscheine kletterten drei Prozent hoch. EVN-Titel gewannen 0,9 Prozent. Die OMV-Papiere steigerten sich um 1,7 Prozent.
Erneut mit einem massiven Abwärtsschub zeigte sich die Lenzing-Aktie. Die Papiere des Faserherstellers büßten weitere 16,6 Prozent ein. Nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung in der Vorwoche stehen die Titel stark unter Verkaufsdruck. Auf Monatssicht brachen die Titel bereits um mehr als die Hälfte ein.
Im Technologiebereich gingen die Anteilsscheine von AT&S mit plus 0,9 Prozent bei 221,50 Euro aus der Sitzung. Die Experten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Aktien des Leiterplattenherstellers von 320,0 auf 380,0 Euro nach oben gesetzt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde gleichzeitig bestätigt.
AMAG (Austria Metall AG) legten 0,4 Prozent zu. Der Aluminiumkonzern hat seine Prognose für den operativen Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Erwartet wird nun ein Ebitda von 200 bis 220 Millionen Euro, bisher wurde von 170 bis 190 Millionen Euro ausgegangen, wie das Unternehmen bereits am späten Mittwochnachmittag mitteilte.
Agrana-Titel schlossen nach Zahlenvorlage mit plus 2,2 Prozent. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern verbesserte das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2026/27 von 1,1 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf 37,5 Millionen Euro. Der Umsatz lag nahezu unverändert bei 1,7 Milliarden Euro.
Porr verbuchten ein deutliches Plus von vier Prozent. Der Baukonzern hat einen Aktienrückkauf um bis zu 15 Millionen Euro beschlossen. Höchstens 392.782 Aktien bzw. 1 Prozent des Grundkapitals will das Unternehmen erwerben - zu einem Preis zwischen 1,0 Euro und "maximal 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der dem Aktienrückerwerb vorhergehenden zehn Börsentage", teilte Porr mit./ste/sto/APA/nas
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AXC0253 2026-10-08/18:07