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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert 0,77 Prozent / Nach bereits sehr starken Vortagesabschlägen - Negatives europäisches Börsenumfeld mit höheren Ölpreisen im Blick - Bankenwerte erneut unter Druck - Energietitel klar im Plus

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstagnachmittag mit einer erneut schwächeren Tendenz präsentiert. Der heimische Leitindex ATX gab weitere 0,77 Prozent auf 6.561,40 Punkte ab, nachdem er bereits zur Wochenmitte um sehr starke 2,65 Prozent nach unten gerasselt war.

Auch an den europäischen Börsen ging es Verlauf mit den Aktienkursen klar abwärts. Die wieder merklich anziehenden Ölpreise und die hohen Anleihenrenditen in einigen Euroraum-Ländern belasten merklich die Stimmung der Aktienanleger, hieß es aus dem Handel.

In einer europaweiten Branchenbetrachtung ging es wieder mit den Bankenwerten tief in die Verlustzone. Experten verwiesen auf die angespannte Finanzlage der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone, Frankreich. In Wien rutschten die Titel von der Raiffeisen Bank International um 3,2 Prozent tiefer. Erste Group-Papiere verbilligten sich um 1,5 Prozent und BAWAG-Aktien schwächten sich um 1,8 Prozent ab.

Eine klar gegenläufige Tendenz gab es bei den Werte aus dem Energiebereich zu sehen. Verbund-Anteilsscheine kletterten 3,2 Prozent hoch. EVN-Titel gewannen 2,5 Prozent. Die OMV-Papiere steigerten sich um 1,8 Prozent.

Erneut mit einem massiven Abwärtsschub zeigte sich die Lenzing-Aktie. Die Papiere des Faserherstellers büßten weitere 14 Prozent ein. Nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung in der Vorwoche stehen die Titel stark unter Verkaufsdruck. Auf Monatssicht brachen die Titel bereits um mehr als die Hälfte ein.

Im Technologiebereich zeigten sich die Anteilsscheine von AT&S nach Gewinnen im Frühhandel nun mit minus 0,2 Prozent bei 219 Euro. Die Experten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Aktien des Leiterplattenherstellers von 320,0 auf 380,0 Euro nach oben gesetzt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde gleichzeitig bestätigt.

AMAG (Austria Metall AG) fielen 1,5 Prozent. Der Aluminiumkonzern hat seine Prognose für den operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Erwartet wird nun ein EBITDA von 200 bis 220 Mio. Euro, bisher wurde von 170 bis 190 Mio. Euro ausgegangen, wie das Unternehmen bereits am späten Mittwochnachmittag mitteilte.

Agrana-Titel tendierten nach Zahlenvorlage mit minus 0,9 Prozent. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern verbesserte das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2026/27 von 1,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 37,5 Mio. Euro. Der Umsatz lag nahezu unverändert bei 1,7 Mrd. Euro.

ste/sto

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