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Monte dei Paschi spürt Gegenwind für Kauf von BPM und Banca Generali

Im Fusionspoker unter italienischen Banken muss die einstige Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) einen Rückschlag hinnehmen. Eigentlich will die MPS-Führung gleich zwei andere Institute kaufen und damit ihre eigene Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo verhindern. Großaktionäre der MPS stellten sich nun aber gegen das Übernahmevorhaben des Finanzkonzerns. Die MPS-Aktien fielen am Donnerstag um rund zweieinhalb Prozent.

Der Milliardär Francesco Gaetano Caltagirone, mit einem Anteil von gut 10 Prozent der zweitgrößte Investor bei Monte Paschi, erteilte am Donnerstag dem Plan zur Übernahme der Banco BPM und der Banca Generali eine Absage. Er wolle diese Zukäufe nicht unterstützen. Caltagirone schließt sich damit dem Widerstand durch den größten Anteilseigner an, der Delfin Sarl. Der Großaktionär hat seine MPS-Beteiligung von etwa 17,6 Prozent bereits der Intesa Sanpaolo angedient, wie diese am Wochenende mitteilte.

Zudem verweigert sich auch die Credit Agricole einer Übernahme der Banco BPM durch die MPS. Die Bank habe sich gegen eine Andienung ihrer Banco BPM-Aktien an die MPS entschieden, sagte ihr Vorstandsvorsitzender Olivier Gavalda auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Donnerstag. Die Franzosen halten gut 29 Prozent der Banco BPM.

Eigentlich versucht MPS-Chef Luigi Lovaglio mit den milliardenschweren Offerten, die drohende Übernahme von MPS durch Intesa Sanpaolo zu verhindern. Die Bank aus Turin hatte Anfang Juni ein Übernahmeangebot für MPS vorgelegt. Sie bietet gut 30 Milliarden Euro in bar und in eigenen Aktien für das Institut aus Siena. Lovaglio hatte zur Abwehr zunächst versucht, mit der Banco BPM eine Fusion auf Augenhöhe hinzubekommen, war damit jedoch gescheitert.

Zudem wollte Lovaglio die MPS-Aktionäre auch mit einer Sonderdividende in Höhe von vier Milliarden Euro für sein Vorhaben gewinnen. Damit will er sie davon abbringen, ihre MPS-Anteile an Intesa zu verkaufen. Die Dividende soll teilweise aus Bargeld und teilweise aus Aktien des Versicherers Generali bestehen, die der Bank aus Siena gehören. Die Anteilseigner sollen dem Vorhaben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Oktober zustimmen.

Eine Übernahme von Monte dei Paschi durch Intesa wäre der größte Deal in der seit 2024 anhaltenden Fusionswelle unter Italiens Geldhäusern. Im vergangenen Jahr hatte Monte dei Paschi selbst ihre Konkurrentin Mediobanca übernommen, und Banco BPM kaufte den Vermögensverwalter Anima.

Sollte es zu einer Übernahme durch Intesa kommen, würde Monte dei Paschi keineswegs ganz in dem Turiner Geldhaus aufgehen: Um kartellrechtlichen Bedenken vorzubeugen, will Intesa die Marke Monte dei Paschi, rund die Hälfte von deren Filialen, den Großteil der Konzernzentrale und weitere Vermögenswerte an den Versicherer Unipol verkaufen, wie es im Juni hieß./mis/stw/stk

 ISIN  IT0000072618  IT0000062072  IT0005508921  IT0005218380  IT0001031084

AXC0165 2026-10-08/14:03

Relevante Links: Assicurazioni Generali S.p.A., Intesa Sanpaolo S.p.A., Banca Generali S.p.a., Banco BPM, Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A., Unipol Gruppo Finanziario S.p.A.

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