Samsung mit Rekordergebnis dank sprunghaft anziehender Speicherchippreise
Der Elektronikriese Samsung
Electronics hat im dritten Quartal dank der massiv gestiegenen
Preisen für Speicherchips ein Rekordergebnis eingefahren. Der
operative Gewinn stieg vorläufigen Zahlen zufolge auf rund 107
Billionen koreanische Won (71 Mrd Euro) und damit auf fast das
Neunfache des Werts von einem Jahr zuvor, wie die Koreaner am
Donnerstag in Suwon mitteilten. Der Umsatz lag näherungsweise bei
195 Billionen Won und zog damit auf mehr als das Doppelte an. Mit
beiden Werten schnitt der Konzern, der im Handygeschäft mit Apple
konkurriert, aber nicht so gut ab wie von Anlegern
erhofft. Die Aktie verlor in Seoul knapp zwei Prozent.
Im laufenden Jahr hat das Papier allerdings seinen Wert weiter mehr
als verdoppelt und damit auch als Schwergewicht die KI-befeuerte
Rally am südkoreanischen Aktienmarkt maßgeblich gestützt. Samsung
ist der größte Speicherchiphersteller der Welt.
Konkurrent SK Hynix stammt ebenfalls aus Südkorea und
hat an der Börse 2026 noch deutlicher zugelegt. Zusammen stehen die
beiden Unternehmen mit gut der Hälfte der Marktkapitalisierung des
Leitindex Kospi für einen Großteil der
südkoreanischen Börse.
Der Boom bei Speicherchipherstellern kommt vorwiegend durch den Hype
um Künstliche Intelligenz (KI). Der rasante Ausbau von
KI-Rechenzentren verschlingt massive Mengen an IT-Hardware inklusive
Speicherchips. Vor allem besonders schnelle HBM-Chips (High
Bandwidth Memory) sind gefragt. Die Preise von Speicherchips sind
auch insgesamt rasant gestiegen.
Die detaillierten Zahlen zum Quartal legt Samsung am 29. Oktober
vor./men/zb/mis