Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet / ATX mit Abschlag von 0,47 Prozent indiziert - Anziehende Ölpreise belasten die Stimmung
Der Handelsauftakt an der Wiener Börse wird am Donnerstag nach den deutlichen Vortagesabschlägen mit einer erneut schwächeren Tendenz erwartet. Bankenindikationen taxierten den ATX rund 40 Minuten vor Sitzungsbeginn mit einem Rückgang von 0,47 Prozent. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen werden klare Kursrückgänge indiziert.
Die weiter anziehenden Ölpreise belasten die Stimmung, hieß es aus dem Handel. Negative Vorgaben hatten zudem die US-Börsen geliefert. Weiters hat sich laut Helaba-Experten die Situation am europäischen Rentenmarkt nicht weiter verbessern können, die Euroraum-Spreads haben sich vielmehr wieder ausgeweitet - wenn auch nur leicht.
Am heimischen Aktienmarkt rückte mit einer Zahlenvorlage Agrana ins Blickfeld der Akteure. Das Nahrungsmittelunternehmen steigerte das Ergebnis im ersten Halbjahr 2026|27 deutlich. Bei einem stabilen Konzernumsatz von 1.700,2 Mio. Euro stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 28,0 Mio. Euro auf 63,5 Mio. Euro.
Am Mittwoch hatte sich der Wiener Aktienmarkt mit einer tiefroten Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX rutschte starke 2,65 Prozent auf 6.611,99 Punkte nach unten. Zuvor hatte er noch drei klare Gewinntage in Folge absolviert.
Europaweit standen die Bankenwerte am stärksten unter Verkaufsdruck und die Branchenvertreter in Wien schlossen sich dieser Tendenz klar an. Die Aktionäre der Erste Group mussten ein sattes Minus in Höhe von 4,9 Prozent verbuchen. BAWAG-Titel verbilligten sich um 3,8 Prozent und Raiffeisen Bank International fielen um starke 3,9 Prozent.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
Kapsch TrafficCom +4,20% 4,22 Euro OMV +2,39% 72,90 Euro Polytec +2,03% 6,02 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
Erste Group -4,90% 110,60 Euro Frequentis -4,58% 66,60 Euro Andritz -4,26% 80,90 Euro
ste/ger
ISIN AT0000999982