Bundesliga-Präsidium warnt vor Gerichtsstreit um 50+1-Regel
Rund zwei Monate nach der grundsätzlichen
Bestätigung der 50+1-Regel durch das Bundeskartellamt hat das
Präsidium der Fußball-Bundesliga immer noch großen Gesprächsbedarf
bei der einheitlichen und vor allem langfristig sicheren Umsetzung
eingeräumt. Nach einer Klausurtagung des Präsidiums und einer
Besprechung mit allen 36 Clubs der ersten und zweiten Liga geht es
vor allem um eine Frage: Wie kann eine einvernehmliche Lösung auch
mit den Ausnahmeclubs Bayer
"Eine breit getragene Lösung bietet im Sinne aller Beteiligten die
größten Chancen, langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen
innerhalb des Ligaverbands zu vermeiden und damit die
Rechtssicherheit der Regel tatsächlich nachhaltig zu stärken", heißt
es in einer Mitteilung des neunköpfigen Bundesliga-Präsidiums, dem
der Ligapräsident Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund
Appell an "hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein"
Der klare Appell an alle Vereine ist: Es brauche in den nächsten Wochen und Monaten weiterer intensiver Gespräche und "ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten". Denn: "Verkürzte und vorschnelle Beschlüsse auf Liga-Ebene könnten der Rechtssicherheit der Regel dagegen erheblich schaden, statt diese zu stärken."
Das Bundeskartellamt hatte am 12. August entschieden, dass die nur
im deutschen Profifußball geltende 50+1-Regel grundsätzlich zulässig
ist. Eine Lösung muss jedoch für die Ausnahmegenehmigungen gefunden
werden, die die Werksclubs Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg
besitzen. Und diese Lösung muss so aussehen, dass deren
Mutterkonzerne und Volkswagen
Im Kern gibt die 50+1-Regel vor, dass die Mitglieder und der eingetragene Verein immer das letzte Wort haben müssen, wenn Clubs ihren Profifußball-Bereich in eine Kapitalgesellschaft ausgliedern. Investoren dürfen daran zwar Anteile erwerben, aber nie die Stimmenmehrheit besitzen.
So soll es weitergehen
Für den weiteren Umgang mit dem Thema hat das Bundesliga-Präsidium nun einen Zeitrahmen festgesetzt. Zunächst sollen sich bei der kommenden Mitgliederversammlung im Dezember alle zur 50+1-Regel bekennen, "um angesichts der strategischen und sportpolitischen Bedeutung die grundsätzliche Ausrichtung durch die Breite der Clubs zu legitimieren". Im ersten Halbjahr 2027 will das Präsidium dann dem Ligaverband "finale Vorschläge zur einheitlichen Ausgestaltung und Anwendung von 50+1 bei allen Mitgliedern darlegen"./mkl/DP/nas
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Relevante Links: Borussia Dortmund GmbH & Co.KGaA, Volkswagen AG, Bayer AG