Irans Währung fällt auf historisches Tief
Die iranische Landeswährung ist angesichts von Krieg und Wirtschaftssanktionen im Sinkflug. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial, wie das iranische Finanzportal bon-bast.com berichtet.
Durch den rapiden Wertverlust sinkt die Kaufkraft der Bevölkerung drastisch. Nach Angaben von Finanzexperten ist der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 Euro auf rund 70 Euro gefallen.
Die Abwertung verteuert vor allem den Import von Konsumgütern und Rohstoffen, was den heimischen Preisdruck weiter anheizt.
In den vergangenen sechs Monaten seien die Lebensmittelpreise deutlich gestiegen, berichteten Menschen in Teheran der Deutschen Presse-Agentur. So habe sich der Preis für ein Brot von 250.000 Rial auf 500.000 verdoppelt. Der Preis für ein Kilogramm Reis sei von 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Rial gestiegen. Fleisch sei für viele Haushalte inzwischen unerschwinglich.
Die USA reagierten auf die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Dadurch ist der iranische Ölhandel nahezu zum Erliegen gekommen. Zudem verhängten die USA Sanktionen gegen Unterstützer des Irans, unter anderem Banken und Luftfahrtunternehmen./da/DP/zb
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