G7-Staaten wollen 100 Millionen Barrel Öl aus Reserven freigeben
Die G7-Staaten wie Deutschland, Frankreich und die USA dringen angesichts der steigenden Kraftstoffpreise auf eine Nutzung von Ölnotreserven. Ab sofort und über vier Monate sollten 100 Millionen Barrel Rohöl der im März beschlossenen Freigabe tatsächlich freigegeben werden, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben der Gruppe demokratischer Industrienationen. Zuvor hatten sich die G7 in einer Videoschalte beraten. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz nahm teil.
Außerdem werde man in den kommenden Tagen im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) zusammenkommen, um die Möglichkeit zusätzlicher Diesel-Freigaben zu erörtern, hieß es weiter. Die Stellungnahme spricht von einer "beispiellosen Volatilität auf den Ölmärkten".
Die grundsätzliche Entscheidung über eine Freigabe von Reserven liegt bei der IEA mit ihren 32 Mitgliedsländern. Die IEA hatte zuletzt im März als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl strategischer Ölreserven freigegeben. Wegen der weltweit steigenden Preise, vor allem für Diesel, kam die Frage erneut auf. US-Finanzminister Scott Bessent schrieb am Donnerstag auf der Plattform X, Europa solle "zusätzliche Liefermengen unverzüglich bereitstellen".
Zur G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die USA, Japan, Italien und Kanada. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der Gruppe./vni/DP/men
ISIN FR0000120271 GB0007980591 ES0173516115 IT0003132476 GB00BP6MXD84
AXC0204 2026-10-02/16:55
Relevante Links: Repsol S.A., TotalEnergies SE, BP plc, Shell plc, Eni S.p.A.