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Wiener Börse (Mittag) - Leitindex ATX mit minus 0,2 Prozent / Weiter alles im Banne des Krieges zwischen den USA und dem Iran - AT&S-Aktien auf Erholungskurs

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Dienstag zu Mittag weiter im Minus gezeigt. Der heimische Leitindex ATX notierte mit einem Rückgang von 0,22 Prozent auf 6.996,79 Einheiten. Der ATX Prime baute 0,29 Prozent auf 3.423,43 Zähler ab. Das europäische Umfeld zeigte sich hingegen mit Aufschlägen.

Bestimmendes Thema bleibt weiterhin der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Es wird aber gehofft, dass es zeitnah noch eine diplomatische Einigung im Krieg zwischen den USA und dem Iran gibt. Der Iran hat kürzlich gemeldet, dass die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormuz weitergehen. In dem festgefahrenen Konflikt versucht aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York.

Ins Blickfeld rückten auch Konjunkturindikatoren. Im Euroraum hat sich die Wirtschaftsstimmung im September überraschend eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 97,9 Punkte, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Zuvor war der Stimmungsindikator vier Monate in Folge gestiegen.

Analysten wurden vom Stimmungsdämpfer überrascht. Sie hatten einen weiteren Anstieg erwartet und waren im Schnitt von einem Indexwert von 99,0 Punkten ausgegangen. Der Stimmungsindikator fällt damit wieder tiefer unter den langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten.

In Österreich will der Feuerfestkonzern RHI Magnesita laut Medienberichten den britischen Konkurrenten Vesuvius für 1,6 Milliarden Euro übernehmen. Letzterer bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, seit September 2025 mehrere unaufgeforderte Angebote erhalten zu haben. Nach britischem Übernahmerecht müsse RHI Magnesita bis zum 27. Oktober sagen, ob man ein formelles Angebot vorlegen wolle. Laut Reuters und "profil" wurden zuletzt 5,5 Pfund (6,4 Euro) pro Vesuvius-Aktie angeboten. RHI verloren zu Mittag im ATX Prime 3,9 Prozent.

Als stärkste Branche in Europa zeigen sich heute einmal mehr die Technologiewerte. Dadurch erholen sich AT&S von ihrem gestrigen Tief und liegen an der Spitze des ATX bei plus 5,1 Prozent. Am anderen Ende notiert das Schwergewicht OMV mit minus 1,6 Prozent. Wieder leicht sinkende Ölpreise haben die Branche mehrheitlich hinuntergeschickt.

Mit einem negativen Vorzeichen finden sich mehrheitlich die schwergewichteten Bankenwerte. Erste Group fielen um 1,3 Prozent, BAWAG um 0,8 Prozent. Raiffeisen Bank International (RBI) waren unbewegt.

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