dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
Warum VW-Fahrer nach Rückruf zweimal in die Werkstatt müssen
WOLFSBURG - Fahrer eines VW -Modells müssen sich im
Zusammenhang mit einem millionenfachen Rückruf möglicherweise auf
zwei Werkstattbesuche einstellen. Bei dem Rückruf geht es um
Korrosion an einer Befestigungsverschraubung der Lenkung.
Schwerdtner fordert Enteignung großer Wohnkonzerne in Berlin
BERLIN - Linke-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner hat ein Plädoyer
für die Enteignung großer Wohnungsunternehmen gehalten. "Man sagt
uns hier jeden Tag: Enteignen schafft keine einzige neue Wohnung. Es
ändert nur, wem die Wohnungen gehören", erklärte Schwerdtner am
Abend beim Parteitag der Berliner Linken. "Und genau das ist aber
der springende Punkt."
Neues Software-Problem bei Boeing 737 Max
SEATTLE - Boeing hat einen neuen Software-Fehler bei
seinem weit verbreiteten Modell 737 Max gefunden. Dem Konzern
zufolge kann das Problem bei einigen Maschinen dazu führen, dass
nach einem abgebrochenen Landeversuch die automatisierte vertikale
Navigation bei weiteren Anläufen zunächst nicht zur Verfügung steht.
Stattdessen könnten sie nur auf eine niedrigere
Automatisierungsstufe zugreifen.
Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen
SAN DIEGO - Apple soll nach einem Urteil von
US-Geschworenen gut 5,7 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von
zwei Patenten zahlen. In dem Prozess warf das Unternehmen Taction
Technology dem Konzern vor, seine Technologie in der sogenannten
"Taptic Engine" zu nutzen, die zum Beispiel die Vibrationsalarme im
iPhone und der Computer-Uhr Apple Watch auslöst.
Mercedes-Benz: Einschränkungen in Produktion in Sindelfingen
SINDELFINGEN - Bei Mercedes-Benz ist es am Freitag in
der Produktion in Sindelfingen zu Einschränkungen gekommen. Das
teilte ein Sprecher des Autobauers auf Anfrage mit. "Gegenwärtig
besteht ein Lieferengpass an bestimmten Komponenten für die
Fahrzeugfertigung", teilte der Sprecher mit. Deshalb sei eine
Schicht ausgefallen. Genauere Angaben zu den Komponenten und deren
Hersteller machte er nicht.
Rückschlag für Meta vor Gericht wegen Cambridge Analytica
SANTA FE - Der Jahre zurückliegende Datenschutz-Skandal um Cambridge
Analytica hat dem Facebook-Konzern Meta eine frische
Niederlage vor Gericht eingebracht. Geschworene im US-Bundesstaat
New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und
Redefreiheit in die Irre geführt wurden.
Tiktok begrenzt Nutzungszeit für Kinder in US-Bundesstaat
MONTGOMERY - Nach Facebook-Konzern Meta hat sich auch
Tiktok in einem US-Bundesstaat bereiterklärt, Nutzungszeiten für
Teenager zu beschränken. Mit den Zusagen und einer Zahlung von bis
zu 300 Millionen Dollar will die Kurzvideo-Plattform einem Prozess
entgehen, der kommende Woche beginnen sollte. Dabei sollte es unter
anderem um den Vorwurf gehen, dass Tiktok gezielt so gestaltet
worden sei, dass es Kinder süchtig mache.
ROUNDUP: KI von OpenAI lud Nutzer-Bilder zu Online-Plattformen hoch
SAN FRANCISCO - Die Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers
OpenAI hat 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf
Online-Plattformen platziert. Die Links dazu seien nicht öffentlich
gewesen, erklärte OpenAI. Ein Großteil sei bereits wieder entfernt
worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu
löschen. Es ist der erste bekanntgewordene Vorfall, bei dem auch
Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.
Gewerkschaft ruft zu Warnstreik bei Alstom in Stendal auf
STENDAL - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ruft die
Beschäftigten des Alstom -Werks in Stendal zum
Warnstreik auf. Demnach sollen die rund 280 Angestellten des
Standorts zum Schichtbeginn am Montagmorgen, 5.00 Uhr, die Arbeit
niederlegen. Der Ausstand solle 25 Stunden dauern, teilt die EVG
weiter mit. Die Arbeit niedergelegt werden soll zudem an den
Außenstandorten in Chemnitz sowie im baden-württembergischen
Waibstadt.
Autoexperte zur 35-Stunden-Woche: 'Diese Zeiten sind vorbei'
STUTTGART - Mercedes-Benz hat in der Diskussion um
eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich Unterstützung
vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer erhalten. Die
35-Stunden-Woche, die in der deutschen Autoindustrie bei den
tarifgebundenen Unternehmen Standard ist, hält Dudenhöffer für
überholt. Vor Jahrzehnten sei es in Deutschland möglich gewesen, bei
vollem Lohnausgleich die Arbeitszeit zu verkürzen. "Diese Zeiten
sind vorbei", sagte der Branchenexperte den "Badischen Neuesten
Nachrichten".