ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow erholt sich - Hoffnung auf Nahost-Lösung
Gestützt von fallenden Ölpreisen im Zuge von
Entspannungssignalen im Nahost-Konflikt sind die US-Aktienmärkte mit
Gewinnen ins Wochenende gegangen. Der Dow Jones Industrial
schloss mit einem Plus von 0,93 Prozent bei 51.828,62
Punkten, nachdem er am Vortag sein niedrigstes Niveau seit Juni
erreicht hatte. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein
Wochengewinn von 0,3 Prozent.
Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 0,51
Prozent auf 7.743,41 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging
es letztlich um 0,42 Prozent auf 30.608,13 Punkte aufwärts. Damit
verbuchte der technologielastige Index auf Wochensicht einen Anstieg
von mehr als drei Prozent.
Der Iran legte den USA laut Medienberichten einen neuen Vorschlag
zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des
Krieges vor. Dem Plan zufolge könne die für den Ölhandel wichtige
Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden, wenn
bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische
Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der
"Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Aus dem Weißen
Haus hieß es, dass über Vermittler positive und konstruktive
Gespräche geführt werden.
Unter den Einzelwerten fielen die Papiere von Microsoft
als Dow-Spitzenreiter positiv auf. Sie stiegen auf
den höchsten Stand seit November 2025 und gewannen am Ende 3,7
Prozent. Der Softwarekonzern hatte neue Funktionen für seinen
KI-Assistenten Copilot angekündigt.
Bei den Aktien von Meta setzten nach der jüngsten
Rally Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs um 3,3 Prozent senkten. Tags
zuvor hatten die Papiere des Facebook-Mutterkonzerns mit einem
Anstieg von 4,5 Prozent den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr
erklommen. Allein im September hatte der Börsenwert um rund 35
Prozent auf knapp zwei Billionen Dollar zugelegt.
Frischen Wind in die KI-Branche brachte eine vermeldete Kooperation
zwischen der KI-Plattform Anthropic und dem Cloud-Dienstleister
Akamai , dessen Kurs um 3,2 Prozent stieg. Analysten
der RBC sprachen von einem "wegweisenden Deal" über die
Bereitstellung von Rechenleistung, der sich mit einem Gesamtwert von
11,6 Milliarden US-Dollar über sieben Jahre erstrecken soll.
Die Titel des IT-Sicherheitsunternehmens Zscaler
dagegen sackten um mehr als 10 Prozent ab. Nach dem Rücktritt von
Mike Rich soll ab 1. Oktober mit Ross Tackett ein neuer Manager die
Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verantworten. Unter Anlegern
sorgte dies für Verunsicherung.
Ein Thema blieb die Zukunft der Casinokette MGM Resorts
und des Medienkonzerns People Inc , der
am Vortag seine Kaufofferte für MGM zurückgezogen hatte. Wie das das
"Wall Street Journal" unter Berufung auf Kreise berichtete, erwägt
nun MGM, ein Übernahmeangebot für den eigenen Großaktionär
abzugeben. Davon getrieben zogen die Aktien von People Inc um 11,3
Prozent an, während die MGM-Anteilsscheine um 3,3 Prozent
nachgaben./edh/nas