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Schwerdtner fordert Enteignung großer Wohnkonzerne in Berlin

Linke-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner hat ein Plädoyer für die Enteignung großer Wohnungsunternehmen gehalten. "Man sagt uns hier jeden Tag: Enteignen schafft keine einzige neue Wohnung. Es ändert nur, wem die Wohnungen gehören", erklärte Schwerdtner am Abend beim Parteitag der Berliner Linken. "Und genau das ist aber der springende Punkt."

"Jahrzehntelang hat man uns erzählt, es gäbe keine Alternative. Berlin kann der Beweis sein, dass es eine Alternative geben kann", sagte Schwerdtner. "Deshalb ist der Sturm so heftig - und er wird noch heftiger. Sie greifen uns nicht für das an, was wir getan haben, oder für das, was wir sind, sondern für das, was wir vorhaben", so die Linke-Politikerin.

Die Linke strebt in Berlin die Enteignung großer Wohnungskonzerne gegen Entschädigung an. Ihr Ziel ist es, so 220.000 Wohnungen zusätzlich in kommunale Hand zu bekommen und den Mietenanstieg zu bremsen.

Schwerdtner warnt vor Fehlern

"Wir legen uns hier mit den Mächtigen und Reichen an, wir legen uns mit den Immobilienkonzernen an", sagte Schwerdtner weiter. "Lasst ihren Sturm der Wind sein, der unsere Flügel höher trägt." Schwerdtner appellierte gleichzeitig an die Linke in Berlin: "Wir haben eine Verantwortung in dieser Stadt, die dürfen wir nicht leichtfertig vergeben. Wir dürfen keine Fehler machen. Wir müssen jetzt zeigen, dass wir es können." Die Linke hatte am Sonntag die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen und strebt nun eine Regierungsbildung an./ah/DP/nas

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