ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax beendet durchwachsene Woche freundlich
Der Dax
"Bei den Anlegern regiert die Vorsicht", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Die Sorge vor weiter steigenden Zinsen und Anleiherenditen ist omnipräsent und erschwert eine nachhaltige Erholung am Aktienmarkt. Gleichzeitig bleiben die Energiepreise hoch und entwickeln sich zunehmend zum Bremsklotz für Konjunktur und Börse."
Positive Impulse könnten laut Lipkow von der bald beginnenden Berichtssaison kommen. Aber "dann müssen die Unternehmen zeigen, wie gut sie mit hohen Finanzierungskosten, Energiepreisen und einem zurückhaltenden Konsum tatsächlich zurechtkommen", warnte er vor zu hohen Erwartungen.
Nach dem Dax-Rekord Ende August hatten stark gestiegene Ölpreise und Anleiherenditen die Anlegerstimmung getrübt. Zuletzt entspannte sich hier mit wieder aufgekommenen Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt die Lage etwas. Der Iran hat laut Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges präsentiert.
Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hieß es aus dem Weißen Haus: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."
Am deutschen Aktienmarkt standen Evonik
Die Aktien von Evonik sprangen um bis zu zwölf Prozent hoch und
gingen rund sieben Prozent fester ins Wochenende. Der
Spezialchemiekonzern bestätigte das zuvor kolportierte Interesse des
Branchenrivalen BASF
Hellofresh kommt derweil nicht aus der Krise. Der Kochboxenversender
informierte über ein schwaches drittes Quartal und senkte seine
Jahresziele. Die Aktien sackten um bis zu knapp 15 Prozent auf ein
weiteres Rekordtief ab. Sie gingen mit einem Minus von fast zehn
Prozent als abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax
Gefragt waren die als konjunktursensibel geltenden Bankaktien. So
stiegen die Papiere der Deutschen Bank
Der Flugzeugbauer Airbus
Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0230 2026-09-25/18:27
Relevante Links: HelloFresh SE, BASF SE, Evonik Industries AG, Deutsche Bank AG, Airbus SE, Commerzbank AG