ROUNDUP/Aktien New York: Dow etwas erholt - Wieder Hoffnung auf Nahost-Lösung
Die US-Aktienmärkte haben am Freitag dank
wieder zunehmender Hoffnungen auf eine Lösung des Nahost-Konflikts
moderat zugelegt. Der Dow Jones Industrial stieg um
0,3 Prozent auf 51.499 Punkte, nachdem er am Vortag sein niedrigstes
Niveau seit Juni erreicht hatte. Damit deutet sich für den
US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent an.
Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 0,1 Prozent
auf 7.711 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,1
Prozent auf 30.501 Punkte aufwärts. Damit steuert der
technologielastige Index auf einen Wochengewinn von rund drei
Prozent zu.
Der Iran legte den USA laut Medienberichten einen neuen Vorschlag
zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des
Krieges vor. Dem Plan zufolge könne die für den Ölhandel wichtige
Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden, wenn
bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische
Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der
"Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Aus dem Weißen
Haus hieß es, dass über Vermittler positive und konstruktive
Gespräche geführt werden.
Vor diesem Hintergrund fielen die Ölpreise ein wenig, was wieder
etwas Inflationsangst von den Märkten nahm. Staatsanleihen
stabilisierten sich nach ihrem erneuten Kursrutsch der vergangenen
Tage.
Bei den Aktien von Meta setzten nach der jüngsten
Rally Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs um 3,3 Prozent senkten. Tags
zuvor hatten die Papiere des Facebook-Mutterkonzerns mit einem
Anstieg von 4,5 Prozent den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr
erklommen. Allein im September hatte der Börsenwert um rund 35
Prozent auf knapp zwei Billionen Dollar zugelegt.
Frischen Wind in die KI-Branche bringt eine vermeldete Kooperation
zwischen der KI-Plattform Anthropic und dem Cloud-Dienstleister
Akamai , dessen Kurs um 8,2 Prozent in die Höhe
schnellte. Analysten der RBC sprachen von einem "wegweisenden Deal"
über die Bereitstellung von Rechenleistung, der sich mit einem
Gesamtwert von 11,6 Milliarden US-Dollar über sieben Jahre
erstrecken soll.
Die Titel des IT-Sicherheitsunternehmens Zscaler
dagegen sackten um 8,6 Prozent ab. Nach dem Rücktritt von Mike Rich
soll ab 1. Oktober mit Ross Tackett ein neuer Manager die
Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verantworten. Unter Anlegern
sorgte dies für Verunsicherung.
Weiter ein Thema bleibt die Zukunft der Casinokette MGM Resorts
und des Medienkonzerns People Inc , der
am Vortag seine Kaufofferte für MGM zurückgezogen hatte. Nun
berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Kreise, dass
MGM erwägt, umgekehrt ein Übernahmeangebot für den eigenen
Großaktionär abzugeben. Davon getrieben zogen die Aktien von People
Inc um 9,4 Prozent an, während die MGM-Anteilsscheine um 1,1 Prozent
nachgaben./edh/nas