Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag etwas
schwächer aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX
fiel um 0,38 Prozent auf 6.882,04 Punkte. Am Vortag
war er im Frühhandel noch erstmals in seiner Geschichte über die
Marke von 7.000 Punkten geklettert, bevor das österreichische
Börsenbarometer wieder klar zurückkam.
An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten gab es ebenfalls
negative Vorzeichen. Marktbeobachter verwiesen auf die erneut
deutlich gestiegenen Ölpreise als wichtigsten Belastungsfaktor. Der
Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus
der Nordsee zur Lieferung im November kletterte auf über 107
US-Dollar und schürte damit wieder Inflationssorgen, welche höhere
Leitzinsen auslösen könnten.
Positive Impulse für das Geschehen an den Aktienmärkten blieben laut
Helaba-Analysten aus. Am Aktienmarkt der Alpenrepublik gab es nur
wenige Unternehmensmeldungen.
Verbund-Aktien gaben leicht um 0,2 Prozent nach. Der
teilstaatliche Energieversorger hebt die Strompreise für Neukunden
an. Für den "Österreich-Tarif" verlangt der Konzern im ersten
Vertragsjahr statt bisher netto 9,50 Cent ab sofort 10 Cent pro
Kilowattstunde (kWh). Ab dem zweiten Vertragsjahr klettert der Preis
dann von 12,5 auf 15 Cent pro kWh. Für Bestandskunden bleibt der
Tarif aber unverändert.
Die schwergewichteten Bankenwerte gingen in verschiedene Richtungen.
Bawag -Titel verteuerten sich um 1,1 Prozent. Erste
Group gaben 1,2 Prozent nach. Die Papiere der
Raiffeisen Bank International sanken um 1,9 Prozent.
Andritz gaben unter den weiteren Schwergewichten 2,2
Prozent nach. Bei der OMV gab es hingegen ein
Kursplus von 2,9 Prozent zu sehen. Wienerberger
fielen um 3,5 Prozent.
Im Technologiebereich gaben die AT&S -Anteilsscheine
deutliche 4,9 Prozent nach. Die Papiere bleiben mit einem bisherigen
Jahresplus von mehr als 500 Prozent aber der "Highflyer" an der
Wiener Börse. Europaweit präsentieren sich die Technologiewerte als
schwächster Sektor am Berichtstag./ste/sto/APA/men