Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 0,27 Prozent / In negativer europäischer Börsenlandschaft - Weiter anziehende Ölpreise belasten international - Dünne Nachrichtenlage am heimischen Aktienmarkt
Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstagnachmittag weiterhin in der Gewinnzone notiert. Der heimische Leitindex ATX gewann gegen 14.30 Uhr 0,27 Prozent auf 6.927,22 Punkte. Am Vortag war er im Frühhandel erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 7.000 Punkten geklettert, bevor der ATX wieder klar zurückkam.
An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten gab es am Berichtstag negative Vorzeichen zu sehen. Marktbeobachter verwiesen auf die erneut gestiegenen Ölpreise als wichtigsten Belastungsfaktor. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kletterte um 2,8 Prozent auf 105,98 US-Dollar und schürte damit wieder Inflationssorgen, welche höhere Leitzinsen auslösen könnten. Negative Vorgaben hatte am Vorabend zudem die Wall Street geliefert.
Positive Impulse für das Geschehen an den Aktienmärkten blieben laut Helaba-Analysten aus. Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene erneut eine sehr dünne Meldungslage vor.
Verbund-Aktien gaben leicht um 0,2 Prozent nach. Der teilstaatliche Energieversorger hebt die Strompreise für Neukunden an. Für den "Österreich-Tarif" verlangt der Konzern im ersten Vertragsjahr statt bisher netto 9,50 Cent ab sofort 10 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ab dem zweiten Vertragsjahr klettert der Preis dann von 12,5 auf 15 Cent pro kWh. Für Bestandskunden bleibt der Tarif aber unverändert.
Die schwergewichteten Bankenwerten gingen in verschiedene Richtungen. BAWAG-Titel verteuerten sich um 1,6 Prozent. Erste Group gaben leicht um 0,1 Prozent nach. Die Papiere der Raiffeisen Bank International sanken um 0,8 Prozent.
voestalpine legten unter den weiteren Schwergewichten 1,7 Prozent zu. Bei der OMV gab es ein Kursplus von 1,0 Prozent zu sehen.
Im Technologiebereich gaben die AT&S-Anteilsscheine deutliche 3,9 Prozent nach. Die Papiere bleiben mit einem bisherigen Jahresplus von mehr als 500 Prozent aber der "Highflyer" an der Wiener Börse. Europaweit präsentieren sich die Technologiewerte als schwächster Sektor am Berichtstag.
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ISIN AT0000999982