dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Leichte Verluste erwartet
FRANKFURT (dpa-AFX)
AKTIEN
DEUTSCHLAND: - VERLUSTE ERWARTET - Bei insgesamt schwächeren
Vorgaben dürfte der Dax am Donnerstag seine Verluste
vom Vortag noch etwas ausweiten. Der Broker IG taxierte den
Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Handelsstart 0,3
Prozent tiefer auf 25.330 Punkte. Damit zeichnet sich ein
neuerlicher Test der 100-Tage-Linie ab. In der Vorwoche war der Dax
bereits zeitweise unter dieses längerfristige Trendbarometer
gerutscht, hatte sich dann aber gefangen. Die Entwicklung am
Ölmarkt, momentan maßgeblich für die Inflations- und
Zinserwartungen, verunsichert die Anleger weiter. Die Renditen am
Anleihemarkt steigen wieder deutlich.
USA: - SCHWACH - Die US-Aktienmärkte sind zur Wochenmitte ins Minus gerutscht. Steigende Ölpreise und unerwartet starke US-Konjunkturdaten sorgten für wieder zunehmende Inflationssorgen und verstärkten Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Steigende Anleiherenditen belasteten. Der Dow Jones Industrial schloss am Mittwoch 0,68 Prozent tiefer. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,85 Prozent abwärts, nachdem er tags zuvor seine Erholungsrally mit einem Rekordhoch gekrönt hatte.
ASIEN: - UNEINHEITLICH - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben
am Donnerstag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Nach der
feiertagsbedingt längeren Handelspause in Japan legte der Nikkei 225
dort zuletzt um 1,2 Prozent zu. In
China schwächelten die Märkte hingegen. Der CSI-300-Index
mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas
Festlandbörsen gab zuletzt um 1,3 Prozent nach. Der Hang-Seng-Index
der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte 0,5 Prozent
ein. Zu Beginn des Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in
den USA hat die US-Regierung unterdessen eine Zollpause verlängert.
Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe
chinesischer Waren werden laut Finanzminister Scott Bessent um zwei
Monate aufgeschoben. Wäre die Einigung ausgelaufen, hätte China auch
seine Exportkontrollen auf seltene Erden ausgeweitet. Von
chinesischer Seite lag zunächst keine Bestätigung vor.