Wiener Börse startet tiefer - ATX mit minus 0,45 Prozent / Ölpreis steigt wieder - Gute Vorgaben aus den USA und Asien
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Mehr Details, Einzelwerte ab Absatz 4 ---------------------------------------------------------------------
Der Wiener Aktienmarkt ist am Dienstag mit Abschlägen in den neuen Handelstag gegangen. Der heimische Leitindex ATX notierte nach rund einer Stunde mit minus 0,17 Prozent bei 6.888,84 Punkten. Der ATX Prime ging 0,18 Prozent auf 3.373,94 Zähler hinunter. An den europäischen Börsen ging es tendenziell ebenfalls abwärts.
Stimmungskiller ist wieder einmal der Ölpreis, der nach den Verlusten der vergangenen Tage wieder zulegte. Die Versorgungsrisiken im Nahen Osten bleiben hoch. In der Straße von Hormuz wurde erneut ein Schiff angegriffen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November legte am Vormittag um fast 1,4 Prozent auf 101,71 US-Dollar (88,52 Euro) zu. Zum Wochenstart waren die Ölpreise den vierten Handelstag in Folge gefallen. Zeitweise sank der Brent-Preis dabei unter die Marke von 100 US-Dollar.
Datenseitig gibt es heute international keine echten Aufreger. Einzig das vorläufige Verbrauchervertrauen in der EWU erscheint den Analysten der Helaba erwähnenswert. Vor dem Hintergrund der deutlich erhöhten Spritpreise und der Korrektur an den Aktienbörsen sei mit einer Stimmungseintrübung zu rechnen, heißt es dazu. Gute Vorgaben kommen aus den USA und Asien, wo es an den Börsen Kursgewinne gab.
Vor allem technologielastige Werte zogen international an. Das zog wiederum die Papiere des Halbleiterproduzenten AT&S in die Höhe, die 5,9 Prozent zulegen konnten. AT&S baut zudem laut einer Unternehmensmitteilung die Zusammenarbeit mit dem Silicon-Valley-Unternehmen Marvell Technology weiter aus. Im Rahmen der Kooperation werde Kapazitäten für moderne IC-Substrate erhöht.
Der Ölpreis wiederum hat die OMV mithinaufgenommen. OMV verbuchten bisher plus 0,35 Prozent.
Dietmar Heinisser, Vorstand beim steirischen Anlagenbauer Andritz, ist aus "persönlichen Gründen" zurückgetreten. Andritz traten bisher auf der Stelle. Am Ende des ATX-Segments standen voestalpine mit Abschlägen von 3,5 Prozent.
Nach den gestrigen Aufschlägen fanden sich die schwergewichteten Bankentitel heute im negativen Bereich. RBI verloren 0,7 Prozent, BAWAG ebenfalls 0,7 Prozent und Erste 0,9 Prozent.
Asta Energy Solutions hat heute bekanntgegeben, rund 17 Mio. Euro in eine neue Kupfer-Recyclinganlage im niederösterreichischen Oed (Bezirk Wiener Neustadt) zu investieren. Die ersten Maschinen werden heuer bestellt, die Produktion soll Ende 2029 starten. Für Asta Energy ging es heute im Vienna Global Market-Segment 2,9 Prozent hinunter.
moe/ger
ISIN AT0000999982