Evonik will in Krise Jobs streichen und sparen - Wachstum soll gestärkt werden
Der Spezialchemiekonzern Evonik
will mit einem Umbauprogramm das Wachstum stärken und über einen
Jobabbau die Kosten senken. Weltweit will das Unternehmen 3.200
Stellen streichen, davon 2.150 in Deutschland, wie der
MDax-Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Das
Produktportfolio werde nach Rollenprofilen geordnet, allen großen
Standorten in Deutschland würden spezifische Aufgaben zugeteilt.
"Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter teilen eine
Überzeugung: Wir befinden uns in einer strukturellen und
ökonomischen Krise unserer Industrie", sagte Übergangschef Claus
Rettig laut Mitteilung. Gute Chancen für Wachstum sieht Evonik
besonders in Asien und Amerika, dort werden aktuell weitere
Investitionsprojekte geprüft. Finanzielle Details zu Einspareffekten
und Sonderkosten nannte Evonik zunächst nicht. Die Aktie legte um
fast 5 Prozent zu./men/stk