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Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 1,34 Prozent / Entspannung am Ölmarkt - Technologie- und Bankensektor legen deutlich zu

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag zu Mittag mit deutlichen Kursgewinnen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX notierte gegen 12.30 Uhr bei einem Plus von 1,34 Prozent auf 6.889,44 Punkte. Der ATX Prime stieg um 1,36 Prozent auf 3.375,27 Zähler. Auch das europäische Umfeld zeigte sich deutlich im Plus. Im ATX trat mit dem Handelsstart eine neue Zusammensetzung in Kraft. Mayr-Melnhof Karton ersetzte SBO.

Für Entspannung sorgen positive Signale am Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November verlor zuletzt 2,4 Prozent auf 100,81 US-Dollar. Marktteilnehmer haben dabei weiterhin die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran im Blick.

Regierungstruppen und mit ihnen verbündeten Milizen liefern sich mit den Huthi-Rebellen schwere Kämpfe um die ölreiche Provinz Marib im Jemen. Bei den Gefechten seien in den vergangenen drei Tagen mehr als 50 Huthi-Kämpfer getötet worden, hieß es aus Militärkreisen. Die mit der Regierung verbündeten sogenannten Riesen-Brigaden teilten mit, sie hätten im Kahbub-Gebirge Fahrzeuge der Huthi zerstört und sämtliche Insassen getötet. Das Gebirge überblickt die wichtige Meerenge Bab al-Mandab und die dorthin führenden Straßen.

Weltweit waren besonders die Aktien aus dem Technologiesektor begehrt, da US-Präsident Donald Trump die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA weiter beschleunigen will - trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken. Davon profitierte der heimische Leiterplattenhersteller AT&S. Seine Aktien stiegen als ATX-Primus um 3,30 Prozent.

Stark präsentierte sich auch der Bankensektor. BAWAG legten um 2,95 Prozent zu. Für RBI und Erste Group ging es jeweils um 2,19 Prozent nach oben.

ATX-Neuling Mayr-Melnhof Karton notierte mit einem Plus von 0,7 Prozent. SBO gewannen im prime market 1,37 Prozent. Dort lag die Telekom Austria mit einem Plus von 3,14 Prozent an der Spitze.

Die fallenden Ölpreise setzten hingegen die OMV-Aktien unter Druck. Sie verloren 0,97 Prozent.

Agrana fielen im prime market um 2,62 Prozent. Die Zuckerrübenmenge könnte heuer aufgrund der Rekordtrockenheit gegenüber dem Vorjahr laut Landwirtschaftskammer-Prognose um bis zu 52 Prozent einbrechen. Die gesamte heimische Rübenernte wird in der Agrana-Zuckerfabrik in Tulln an der Donau verarbeitet. Im Frühjahr 2025 war die Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld zugesperrt worden, die mit den Bauern vertraglich vereinbarte Anbaufläche hatte sich deswegen halbiert. Finale Ernteschätzungen gebe es zum Start der Zuckerrüben-Verarbeitung (Kampagne) Anfang Oktober, hieß es vom "Wiener Zucker"-Mutterkonzern Agrana zur APA.

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