ROUNDUP/BSW bejubelt Prognosen: Gegen Gegenwind durchgesetzt
Das Bündnis Sahra Wagenknecht sieht sich durch die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gefestigt. Die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi betonten bei der BSW-Wahlparty in Schwerin, man habe im Gegenwind gekämpft. Er habe nun ein "breites innerliches Grinsen", sagte De Masi mit Blick auf die ersten Prognosen und Hochrechnungen in der ARD, die das BSW in beiden Ländern mit fünf Prozent knapp in den Landtagen sahen.
Im ZDF lag das BSW Mecklenburg-Vorpommern hingegen zunächst nur bei 4,8 Prozent und wäre somit nicht im Schweriner Landtag. De Masi sagte, falls das BSW wirklich in die Landtage komme, habe es eine Pflicht "gegenüber den Menschen, die nicht mehr können, die die Hoffnung und das Vertrauen in die Politik verloren haben". Er erwarte von BSW-Mandatsträgern Bodenhaftung und Einsatz zur Lösung von Probleme der Menschen.
Das BSW-Spitzenduo in MV, Peter Schabbel und Sabine Firnhaber, zeigte sich erleichtert. Seit der Wahl in Sachsen-Anhalt, wo das BSW knapp ins Parlament einzog, habe man eine gute Stimmung gespürt, sagte Schabbel. "Wir stehen richtig stabil mit unserer Parteiarbeit, mit unseren Unterstützern, mit unseren Mitgliedern in unserem Wahlkampf da." Firnhaber sagte, egal, was am Ende herauskomme: "Wir sind wieder da, das BSW ist gekommen, um zu bleiben."
Das BSW hatte in Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fast immer unter fünf Prozent gelegen. Zuletzt erreichte die Partei im ZDF-"Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen vier Prozent. Spitzenkandidatin Firnhaber wagte trotzdem eine Prognose von sechs bis acht Prozent für ihre Partei./vsr/DP/zb
AXC0127 2026-09-20/19:35